Zum Hauptinhalt springen

Wütende Proteste nach Hauseinsturz

Dhaka. Nach dem Einsturz eines maroden Fabrik- und Einkaufsgebäudes in Bangladesh haben Tausende von Textilarbeiterinnen gegen die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen protestiert. Bei dem Unglück in einem Vorort von Dhaka sind bisher 204 Leichen aus den Trümmern des achtstöckigen Gebäudes geborgen worden. Die meisten Toten sind Frauen, die in den Textilfabriken ar­bei­te­ten. Wie viele Menschen sich am Mittwoch in dem Gebäudekomplex aufhielten, ist unklar. Mehr als 2000 Menschen seien lebend geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Zahl der Verletzten wird mit 1500 angegeben. «Wir werden noch einen Tag lang suchen, um die Lebenden zu retten», sagte Hossain Shahid Suhrawardy, der die Rettungsarbeiten überwacht.

Trotz Rissen an der Arbeit

Die wütenden Beschäftigten gingen auf die Strassen und forderten, die für die Tragödie Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. «Verhaftet sie! Hängt sie!», schrien sie. Das illegal errichtete Gebäude «Rana Plaza» habe bereits am Tag vor dem Einsturz Risse gehabt, berichteten Überlebende. Dennoch seien sie zur Arbeit gezwungen worden. Tausende zogen durch die Gebiete Savar, wo das Gebäude stand, und Ashulia, wo im November bei einem Fabrikbrand 112 Menschen ums Leben gekommen waren. Sie blockierten grosse Strassen und zerstörten nach Polizeiangaben mehrere Fahrzeuge. Hunderte belagerten auch den Hauptsitz der Vereinigung der Textilhersteller und -exporteure von Bangladesh. (sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch