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Wurststopp auf kulinarischer Weltreise

Internationale Prominenz am diesjährigen Winti-Wurst-Test an der Wohga: Stargast war der Spitzenkoch Anton Mosimann.

Wenn Anton Mosimann ins Erzählen kommt, hat man das Gefühl, der Mann habe schon in beinahe jeden Kochtopf der Welt geguckt. In Limonensaft eingelegter Thunfisch in Tahiti, Kuttelsuppe in einer Fernfahrerkneipe auf einer Andenpasshöhe in Südamerika, Reis aus einer Strassenküche in Vietnam. «Und in Bangkok habe ich einmal einen Taxifahrer dazu überredet, mich dorthin mitzunehmen, wo er selbst seine Mittagspause macht», erzählt Mosimann. Zuerst wollte der Chauffeur nicht, es habe etwas Überredungskunst und Trinkgeld gebraucht. Doch dann sass Mosimann zwischen 200 thailändischen Taxichauffeuren und ass ein hervorragend gewürztes Curry. So sammelt Mosimann Kochideen und nimmt sie mit nach London. Dort kocht er nicht nur in seinem Restaurant «Mosimann’s», das zu einem Privatklub gehört, sondern auch immer wieder in den Palästen der Royals. So auch 2011 an der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. «Ich habe jetzt schon für vier Generationen der englischen Königsfamilie gekocht», sagt der 66-Jährige nicht ohne Stolz. Auf den Schweizer aufmerksam wurde vor Jahren die Queen Mother, die mittlerweile verstorbene Mutter von Königin Elizabeth II. Ihr schmeckte in einem Londoner Hotel eine Vorspeise des damaligen Küchenchefs Mosimann dermassen gut, dass sie einen Diener ausschickte, um das Rezept ausfindig zu machen. Welches Gericht war es denn, mit dem sich Mosimann zu königlichen Ehren kochte? Er antwortet nur mit einem verschmitzten Lächeln. Bei aller Nähe zum britischen Adel: Gestern war Mosimann in der Eulachhalle als Wursttester an der Wohga mitten im Volk – und schien sich auch da ganz wohl zu fühlen. «Als Koch habe ich so viele Menschen kennen gelernt und so viel von der Welt gesehen», sagt Mosimann. «Das ist das Wunderbare an meinem Beruf.» Heute fährt er weiter nach Klosters, und bald schon ist eine Reise nach Laos geplant – immer auf der Suche nach einem Kochtopf, in den er noch nicht geguckt hat.

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