Pfungen

Yoga, Bad und Karaoke

Der neue Betreiber des Badi-Bistros in Pfungen hat sich einiges einfallenlassen, damit mehr Gäste kommen. Das ist ihm auch ­teilweise gelungen.

Die letzte Yogastunde in der Badi Pfungen ist Geschichte. Ob Pächter Andy Knöpfel nächstes Jahr weitermacht, hat er noch nicht entschieden. Bild: Marc Dahinden

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Das Gras ist nass, die Sonne zeigt sich nur zögerlich, und die Digitalanzeige für die Temperatur des Badewassers gibt 18 Grad an. Das ist immerhin ein Grad wärmer als die Lufttemperatur an diesem Freitagmorgen in der Badi Pfungen, die bei knapp 17 Grad liegt. Auf der Wiese liegen fünf Yogamatten. Es ist die letzte Yogastunde, die vor Saisonende am kommenden Wochenende noch statt­findet. Auch der Dättliker Andy Knöpfel, Betreiber des Badi­kiosks, übt sich im Sonnengruss, Baum und Schulterstand.

«In den letzten Tagen sind höchstens noch drei Badibesucher gekommen», sagt er. Der43-Jährige hat im Mai den Kiosk übernommen, nachdem sein Vorgänger nach nur einer Saison wieder aufgehört hat. Sein Badi-Bistro, wie er es nennt, sollte zum Treffpunkt für Alteingesessene und Neuzuzüger gleichermassen werden. Mit Anlässen wie einem Karaokeabend, Yoga oder Tai-Chi wollte er Besucher anlocken.

Gutes Wetter reicht nicht

Die sind auch gekommen. «Wir hatten Wetterglück», sagt Knöpfel. Doch das war nicht der allei­nige Grund. Die verschiedenen Events hätten auch Auswärtige mobilisiert. «Die braucht es, damit sich das finanziell rechnet.» Entscheidend seien die ersten zwei Monate nach der Eröffnung. Denn schon in den Sommerferien würden die Gäste nicht mehr so zahlreich erscheinen. In Zahlen ausgedrückt, heisst das: An einem Spitzentag kommen 370 Menschen, an einem eher schwachen Tag nur 22 – so geschehen an einem Schulsommerferientag. Ein Blick auf die zwei vergangenen Saisons zeigt, dass durchschnittlich etwa 100 Erholungssuchende pro Tag ins Rumstal kommen, wo die Badi liegt.

Er habe an einem schönen Ort etwas Schönes realisieren wollen. Das sei ihm gelungen, bilanziert Knöpfel. Finanziell werde er wohl aber keinen Gewinn machen, «sondern gerade so herauskommen». Knöpfel hatte eine Köchin beschäftigt, deren Schnitzel zwar «legendär» wurde, wie er sagt, die Personalkosten aber in die Höhe trieb.

Ob er nun eine weitere Saison anhängen will, hat er noch nicht entschieden. «Erst muss ich mal abrechnen.» Bereut habe er seinen Entscheid aber nicht. Im Gegenteil: «Er war einer der besten meines Lebens.» Er habe viele tolle Leute kennen gelernt. In den Wintermonaten will er nun eine Coaching-Ausbildung in Angriff nehmen. Zuerst feiert er am kommenden Samstag mit den Badi­gästen den Saisonabschluss mit einer «Ustrinkete». Zugegen wird auch der Winterthurer Soul­sän­ger Camen sein. (Der Landbote)

Erstellt: 13.09.2017, 11:20 Uhr

Bistrobetreiber Andy Knöpfel (Bild: Marc Dahinden )

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