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Zell erteilt Kyburg eine Abfuhr

Die Gemeinde Zell will keine Verhandlungen mit Kyburg über eine mögliche Gemeindefusion. Weisslingen bleibt als Kandidatin im Rennen, stellt aber klare Forderungen.

Da waren es nur noch drei. Der Gemeinderat Zell hat heute bekanntgegeben, dass er die Verhandlungen über eine Fusion mit der Gemeinde Kyburg nicht aufnehmen will. Für das Fusionsprojekt «Zukunft Kyburg» bleiben damit noch die Kandidaten die Stadt Winterthur, Weisslingen und Illnau-Effretikon im Rennen. Nach einer Güterabwägung führt der Zeller Gemeinderat «fehlende Synergiepotenziale» als Grund an, nicht in Verhandlungen zu treten. Er reicht Kyburg aber dennoch die Hand: das bisherige Angebot für Schülerinnen und Schüler aus dem Gebiet Seemerrüti, in Kollbrunn zur Schule zu gehen, bleibe bestehen. Offen bleibt Zell auch gegenüber der Option, kyburger Gebiete wie zum Beispiel Seemerrüti oder den Ortsteil Brünggen einzuverleiben. Allerdings nur unter der Bedingung einer «klaren Willensäusserung» der betroffenen Bevölkerung.Schulgemeinde Weisslingen will Schliessung der Kyburger SchuleAuch der Gemeinderat Weisslingen hat sich zur möglichen Fusion mit Kyburg geäussert. Die Nachbarsgemeinde ist an Verhandlungen für einen Zusammenschluss interessiert, stellt aber klare Forderungen auf. Der Weisslinger Steuerfuss, der momentan bei tiefen 101 Prozent liegt, dürfe durch eine Fusion nicht angehoben werden. Vom Kanton erwartet der Gemeinderat, dass er Bereitschaft für eine Entschuldung Kyburgs zeigt. Zudem brauche es eine Zustandsanalyse der Infrastruktur Wasser, Abwasser und Strassen, um mittelfristig die künftigen Investitionen planen zu können. Auch die Weisslinger Schulgemeinde hebt den Warnfinger. Sie glaubt, dass ein zweiter dezentraler Standort einer Schule in Kyburg der eigenen Schulformstrategie widerspricht. Sie rechnet damit, dass die Kosten einer zweiten Schule in Kyburg höher ausfallen dürften als bei der eigenen. Ihr Verdikt ist klar: die Kyburger Schule müsste wohl geschlossen werden.Keine überschäumende Euphorie bei der Stadt Winterthur Der Stadtrat von Illnau-Effretikon hat bereits anfangs Juni signalisiert, dass er Fusionsverhandlungen aufnehmen will.«Wir können uns einen Zusammenschluss der beiden Gemeinden gut vorstellen, insbesondere weil wir schon heute in verschiedenen Bereichen erfolgreich zusammenarbeiten», sagte Stadpräsident Ueli Müller damals gegenüber dem Landboten. In Zurückhaltung übt sich eine weitere Fusionskandidatin, die Stadt Winterthur. Ein Zusammenschluss sei «nicht prioritär anzustreben» heisst es in ihrem Positionspapier. Für den Stadtrat kämen andere Gemeinden, mit der Winterthur stärkere funktionale Beziehungen führe, eher für eine Fusion in Frage. Zu Gesprächen sei man aber bereit.

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