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Zentrum Bären: SVP rügt Gemeinderat

«Die Mehrkosten hätten vermieden werden können», fanden SVP und RPK am Mittwochabend. Der Umbau des «Bären» kam rund eine halbe Million Franken teurer.

Der Umbau der Liegenschaft Gasthof Bären hat über eine halbe Million Franken mehr gekostet als ursprünglich angenommen. Die Bauabrechnung weist Kosten von 3,04 Millionen Franken aus. Bewilligt hatte die Gemeindeversammlung insgesamt 2,47 Millionen Franken. «Das ist nicht so gut», sagte Gemeindepräsident Franz Brunner am Mittwochabend vor 61 erschienenen Stimmberechtigten. Die erheblichen Mehrkosten seien einerseits auf nicht geplante, aber unumgängliche Erneuerungen in der Restaurantküche zurückzuführen. Der Gemeinderat sei davon ausgegangen, dass man die Küche unverändert wieder in Betrieb nehmen könne. (Der Gasthof war knapp sechs Jahre lang geschlossen). Es kam dann aber anders: «Sämtliche Geräte und technischen Ausrüstungen mussten instand gesetzt oder ausgetauscht werden», sagte Brunner. Andererseits habe man erst während der Bauphase entschieden, die Tiefgarage durch einen Neubau zu ersetzen. Das hat der Gemeinde 390 000 Franken an zusätzlichen Kosten beschert. «Die Garage war sehr eng», sagte Franz Brunner. Zusätzliche Probleme hätten sich mit bestehenden Niveauunterschieden ergeben. «Das hätte im Voraus abgeklärt werden müssen», sagte Gerhard Zurmühle, Mitglied der Rechnungsprüfungskommission. Trotzdem empfahl er der Versammlung, die Abrechnungen zu genehmigen. Denn: «Es handelt sich um notwendige, werterhaltende Investitionen.» «Uns wurde speiübel» Gar keine Freude an der Kostenüberschreitung hatte die SVP. «Uns wurde speiübel», sagte Vizepräsident Peter Brunold. Dass die Tiefgarage mehr gekostet habe, «das kann vorkommen». Die Mehrkosten bei der Küche hätten laut der Partei aber vermieden werden können. «Welches Planungsbüro hat das verbrochen, und wer hat hier nicht aufgepasst?», wollte Brunold vom Gemeinderat wissen. «Uns bleibt nun nichts anders übrig, als die Faust im Sack zu machen.» Gemeindepräsident Brunner räumte ein, «dass die zusätzlichen Kosten mit etwas mehr Aufwand bei der Planung hätten vermieden werden können». Ein Anwesender nahm die Planer in Schutz: Als ehemaliger Gastronom kenne er die zahlreichen gesetzlichen Vorschriften, denen ein Betrieb nachkommen müsse. Diese setzten ständig neue technische Einrichtungen voraus. Trotz der Kritik mochte keiner der Stimmberechtigten die Bauabrechnung ablehnen. Sie passierte einstimmig. (neh)

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