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Zentrum Illnau droht weiterer Rückschlag

Der Stadtrat solle beim Illnauer Dorfplatz nochmals über die Bücher gehen, fordert die Geschäftsprüfungskommission – und weist den Antrag zurück.

«Solange der Stadtrat nicht tut, was der Gemeinderat will, wird es mit dem Illnauer Zen­trum nicht vorwärtsgehen.» Reto Unterholzner (SVP), Präsident der Geschäftsprüfungskommission (GPK), spricht klare Worte. Der Antrag, den die Exekutive dem Parlament am 30. Januar zur Abstimmung vorlegt, entspreche am wenigsten dem, was die Gemeinderäte und Einwohner wollten. Das Kontrollorgan beantragt deshalb, den Projektierungskredit von 350 000 Franken zurückzuweisen. Folgt das Parlament dem Rückweisungsantrag, ist das geplante neue Illnauer Zen­trum um ein Kapitel reicher. Die Geschichte begann im Jahr 2008, als der damalige Gemeinderat und heutige Stadtrat Philipp Wespi (JLIE) in einer Interpellation den Abbruch der Liegenschaft an der Usterstrasse 23 forderte, um so mehr Platz für einen ansehnlichen Dorfmittelpunkt zu erhalten. Der Vorstoss fiel zwar durch, Wespi doppelte aber mit einem Postulat nach, in dem er lediglich die Vergrösserung des Platzes forderte. Nein zu früheren Vorlagen Zwei vom Stadtrat ausgear­bei­te­te Vorlagen wies der Rat zurück. Daraufhin erhielten ZHAW-Studenten den Auftrag, Varianten zu entwerfen. Der Stadtrat entschied sich für Konzept 2 und beantragte den oben erwähnten Projektierungskredit von 350 000 Franken. Damit sollte das von ihm gewählte Konzept vorangetrieben werden. Es beinhaltet: Abbruch der Liegenschaft Usterstrasse 25, Sanierung der Nummer 23 (die im Inventar der schützenswerten Objekte enthalten ist), Neugestaltung des Platzes zwischen der Bäckerei Nüssli, dem neuen Volg-Laden und der Länggstrasse. Ebenso des Platzes nördlich der Usterstrasse. Für die Umsetzung des Konzepts rechnet der Stadtrat mit Kosten von 4,1 Millionen Franken. Die Meinungen innerhalb der GPK seien derart weit auseinandergegangen, dass sie auf eine Empfehlung und mehrere Anträge verzichtet hätten, sagt Präsident Unterholzner. Einig seien sie sich nur darin gewesen, dass das Haus an der Usterstrasse 25 eben nicht abgebrochen werden solle. Und: «Dass es im Zen­trum nicht noch mehr Parkplätze braucht.» Auch JLIE-Gemeinderat und Fraktionschef Stefan Eichenberger schüttelt ob des stadträtlichen Antrags den Kopf. «Wir wollten von Anfang an mit dem Abbruch des Hauses an der Usterstrasse 23 Platz schaffen.» Jetzt gelte es, dar­auf hinzuwirken, dass die Liegenschaft aus dem Inventar entlassen werde. «Erst dann lässt es sich weiter planen», sagt er. Stadtpräsident Ueli Müller (SP) überrascht die Hilflosigkeit der vorberatenden Kommission, wie er sagt. «Und dass sie nicht in der Lage ist, einen mehrheitsfähigen Vorschlag zu präsentieren.» Für den Stadtrat sei es ohne Auftrag schwierig, das Geschäft voranzutreiben. Er hoffe nun, dass wenigstens der Grosse Gemeinderat eine Stossrichtung vorgebe.

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