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Zeppelin mit Kastenlok, 1967

Hans-Peter Bärtschi hat ein riesiges Fotoarchiv. Für den Landboten sucht der Industriehistoriker Perlen heraus. Heute: Die «Sulzer-Fratelli» bei den Giessereien.

Eine Kastendampflok fährt unter der Passerelle neben einem italienischen Gastarbeiter mit seinem typischen robusten «Übergwändli» durch.
Eine Kastendampflok fährt unter der Passerelle neben einem italienischen Gastarbeiter mit seinem typischen robusten «Übergwändli» durch.
Hans-Peter Bärtschi

Zeppelin nannten die Sulzer-Arbeiter den Spitzbau mit der Passerelle zum «Rundbau» hinüber. Unten hindurch fuhr die Kastendampflok, einen Rollwagen am Haken vor der Kranbahn mit den Lauf­kränen. Eine beeindruckende Szenerie war da entstanden um die ab 1834 erbauten Sul­zer-Giessereien. Damals erreichte die Industrialisierung der Schweiz mit etwa der Hälfte aller Arbeitsplätze ihren Höhepunkt.

Die Industrialisierung in der Schweiz auf ihrem Höhepunkt: Die Hälfte aller Arbeitsplätze waren in der Industrie.

Sulzer holte Italiener. Und die nannten die Firma Gebrüder Sulzer «Fratelli». Robuste Übergwändli waren die am weitesten verbreiteten Kleider, wenn das Arbeiterheer zur Mittagspause oder nach Hause drängte. Die staubige Luft roch nach Guss. Kinder sollten nicht über Zäune klettern; russige Kleider hatten Schelten zur Folge.

Nach der Einstellung der produktiven Tätigkeiten im Sulzer-Areal verhinderten kämp­fe­rische Erhaltungsbemühungen den geplanten Totalabbruch – die Wohnüberbauung am Kat­harina-Sulzer-Platz erhielt später den Namen Kranbahn.

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