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Zimmer: Bereit für die «Völkerwanderung»

Das neue Bürohaus von Zimmer ist bald für den Bezug parat. Über 300 Mitarbeiter werden ihre alten Tische abräumen und sich an der Sulzerallee neu einrichten. So will die Firma effizienter werden.

Auf dem Industrieareal in Oberwinterthur ist immer einiges los. Firmen ziehen zu oder ab, Stellen werden geschaffen, verschoben oder gestrichen. Was die Firma Zimmer vorhat, sprengt jedoch den Rahmen des Üblichen: Über 300 Mitarbeiter, mithin ein Drittel der Belegschaft, bekommen in den nächsten Monaten einen neuen Arbeitsplatz. Der Grund ist simpel: Die Büroarbeitsplätze von Zimmer sind heute über die halbe Stadt verteilt – das ist nicht besonders effizient. Nun zügeln die meisten Angestellten, die nicht in der Produktion arbeiten, unter das­selbe Dach. Der Umbau des einstigen Sulzer-Rechenzentrums wurde planmässig ab­geschlossen, wie die Firma mitteilt. Eine angebaute Halle wurde abgerissen und durch zwei neue Hausflügel ersetzt; zuvor hatte das Gebäude lange leer gestanden, nachdem es wegen Asbests ausgehöhlt werden musste. Die Einweihung des neuen «Zimmer-Campus» ist für den Oktober geplant; auch der designierte Stadtpräsident erhält eine Einladung. Nach der Einweihung sollen die Mitarbeiter schrittweise die neuen Arbeitsplätze beziehen. Von der Credit Suisse gemietet Die bisherigen Standorte werden aufgegeben, namentlich die Büros im Gebäude 528 im Sulzerpark sowie in den Geschäftshäusern an der Grüzefeldstrasse und der Konradstrasse beim Hauptbahnhof. Nur die Mitarbeiter der Zahnimplantatesparte bleiben da, wo sie sind. Das neue Gebäude wird von Zimmer, ebenso wie die bisherigen Büros, gemietet. Es gehört der Grossbank Credit Suisse, die auch den Umbau finanzierte. Zimmer erwachsen dennoch zusätzliche Kosten: Der Umzug will bezahlt sein, und die Firma ist selbst für den Innenausbau besorgt. «Das Haus wird genau nach unseren Wünschen gestaltet, sozusagen zim­merisiert», sagt Firmensprecherin Katha­rina Bieniecka. Kostenpunkt: mehrere Millionen Franken. Die Investition lohnt sich, ist die Sprecherin überzeugt. Vom Umzug werde die Firma in mehrfacher Hinsicht profitieren: «Die Wege werden kürzer, die Kommunikation einfacher und direkter, und wir rücken als Firma insgesamt enger zusammen.» Der Umbau sei auch ein Bekenntnis zum Standort Winterthur. Von hier aus dirigiert Zimmer das Europageschäft, das zuletzt währungsbedingt etwas weniger zum Gesamtumsatz des Konzerns beitrug als zuvor (siehe Kasten). Die Zahl der Mitarbeiter in Winterthur ist nach Firmenangaben in den letzten sechs Monaten konstant geblieben. Mit rund 950 Vollzeitstellen bleibt Zimmer hinter Rieter (1030) der zweitgrösste industrielle Arbeit­geber der Stadt.

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