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ZSC Lions: Der erste Nuller im Hallenstadion

Im zehnten Heimspiel blieben die ZSC Lions zum ersten Mal ohne Punkt: Sie unterlagen Lugano 3:6 (1:2, 0:0, 2:4).

Nun hat es auch die ZSC Lions erwischt: Zwei Tage nach der sehr guten Leistung gegen die Kloten Flyers fühlten sie sich gegen den HC Lugano viel zu sicher. Anstatt im zehnten Heimspiel die gute Serie fortzusetzen und das Total auf 26 von möglichen 30 Heimpunkten zu erhöhen, blieben sie ganz ohne Ertrag. Und das war aufgrund der Leistung beim 3:6 gegen die Tessiner völlig verdient. Nachdem sie am Dienstag mit den Kloten Flyers zum ersten Mal in dieser Saison eine Mannschaft geschlagen hatten, die in der Tabelle vor ihnen klassiert war, verfielen die Zürcher ins andere Extrem. Sie waren nicht kon­zen­triert und engagiert genug, um diese vermeintliche Pflichtaufgabe zu lösen, der Schlendrian hielt Einzug. Kaum einer war bereit, den für «normale Siege» nötigen Aufwand zu leisten. Es taten sich in der Defensive schreckliche Lücken auf, von denen Giacomo Dal Pian und Glen Metropolit im ersten Drittel zwei nützten; Roman Wick traf zwischendurch zum 1:1. Als dann Patrik Bärtschi dank gütiger Mithilfe von Goalie Daniel Manzato das 2:2 gelang (42.), hoffte der Grossteil der 8340 Zuschauer auf eine Wende zum Guten. Aber nur 35 später führte Lugano wieder, schoss danach gar noch ein perfektes Powerplaytor. Robert Nilsson gelang mit einem ähnlichen Schuss von der Grundlinie wie Bärtschi das 3:4 aus Zürcher Sicht, aber vier Minuten später waren die Lions vor dem eigenen Tor wieder zu sorglos, Sannitz schoss das 3:5. Als die Zürcher ohne Goalie anstürmten, traf Steve Hirschi noch ins leere Tor. Lugano kletterte mit dem dritten Sieg in Folge (4:2 gegen Rapperswil, 2:0 in Bern) über den Strich auf Platz 7. Lichtblick Nilsson Das einzig Positive aus Zürcher Sicht war gestern der Auftritt von Robert Nilsson. Zum ersten Mal seit dem 31. Oktober 2013, also nach einer Pause von fast zwölf Monaten, absolvierte er wieder eine ganze Partie. Der Schwede hatte sich am Dienstag bei seiner Premiere gegen Kloten überhaupt nicht wohl gefühlt, «nicht nur das Spiel, sondern auch die ganze Atmosphäre, eigentlich alles bereitete mir Probleme». Nach einem Drittel hatte er aufgegeben. Deshalb sei es gestern eigentlich gar nicht vorgesehen gewesen, dass er spiele. «Doch beim Aufwärmtraining fühlte ich mich gut, also dachten wir, ich spiele mal ein Drittel. Dann kam das Zweite, dann das Dritte dazu. Mein Kopf war völlig klar, alles war perfekt.» Das sah auch sein Vater Kent «Magic Man» Nilsson, der schon beim Debüt des Sohnes im Hallenstadion zugegen war und sich einige Sorgen gemacht hatte. Vater und Sohn sind vorerst erleichtert; dass die Zürcher verloren, war für beide Nilssons nebensächlich. Und die Vorstellung des Sohnes mit zwei Skorerpunkten und manch gutem Pass ein Versprechen. Den letzten Match ihrer Heimspielwoche absolvieren die Lions am Sonntag gegen den SC Bern. Gegen den Meister treten sie mit Retro-Shirts aus der Aufstiegs-Saison 1988/89 auf. Ein Jahr später traf Kent Nilsson mit dem damals fünfjährigen Robert in Kloten ein.

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