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ZSC Lions ohne Overtime-Réussite

Die ZSC Lions, die acht der letzten zehn Derbys gewonnen hatten, hätten auch im 178. Vergleich zwischen den zwei Rivalen die Nase vorn haben können. Aber sie offenbarten ein weiteres Mal ihre fehlende Réussite in den entscheidenden Momenten. Einerseits ist es erstaunlich und ein Beweis für Konstanz, dass die Zürcher bisher in jedem Match punkteten. Andererseits aber muss es für sie höchst unbefriedigend sein, dass sie stets dann, wenn sie über mehr als 60 Minuten spielen müssen, die Partie verlieren. Bisher schon viermal.

Es begann am 13. September in Biel, als nach einem 0:0 nach 65 Minuten selbst ein 2:0-Vorsprung im Penaltyschiessen nicht zum Zusatzpunkt reichte. Es setzte sich fort am 17. September in Bern, als eine 3:1-Führung nicht genug war, um der Overtime zu entrinnen. Damals schon kassierten die Lions ein Tor in Überzahl – und in der Verlängerung verloren sie 3:4. Der nächste Einpunkteakt war – am letzten Dienstag – der vorläufige Tiefpunkt. Da führten die Lions gegen Genf-Servette 2:0, kassierten bei einer Fünfminutenstrafe gegen den Genfer Cody Almond die Treffer zum 2:2 (!). Im Penaltyschiessen traf keiner der fünf Zürcher, der letzte Genfer Schütze (Alexandre Piccard) verwertete dagegen zum unerwarteten Auswärtssieg Genfs und zur ersten Heimniederlage der Lions in der Saison 2013/14.

Das letzte Niederlagenkapitel nach Verlängerung und Penaltyschiessen schrieben die Lions dann gestern in der Kolping-Arena. Sie führten 1:0 im Spiel, sie schienen weitaus ausgeruhter als die Kloten Flyers, es genügte ihnen aber auch das 3:2 nach 47 Minuten nicht zum Sieg. Denn nur 63 Sekunden später glich Micki Dupont nach grossartiger Vorarbeit Peter Muellers aus. In der letzten Minute der Verlängerung hatte Mathias Seger das Tor offen vor sich, er traf aber den Querpass nicht. Im Penaltyschiessen machten die Zürcher dort weiter, wo sie am Dienstag gegen Genf-Servette aufgehört hatten: Keiner traf, obwohl dieses Mal wieder Leute mit grösseren Namen sich versuchten (Wick, Bärtschi, Cunti und Shannon). Es fehlt den Lions weiterhin ein Goalgetter mit kühlem Kopf. Robert Nilsson, ein trickreicher Stürmer, absolvierte am Samstag erstmals wieder ein Training im Team, vom neuen zu erwartenden Ausländer wollte Sportchef Edgar Salis nichts sagen. (jch)

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