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ZSC Lions verpassen den Start

Genf. Auch drei Goaliewechsel brachten den ZSC Lions in Genf keinen Erfolg. Servette zeigte vor allem zu Beginn grösseren Siegeswillen und gewann 4:2. In der Serie steht es nun 2:2.

Spätestens mit dem 4:1 durch Alexan­dre Picard war gestern in der Genfer Les-Vernets-Halle die Entscheidung gefallen. Bereits im ersten Drittel hatten die Genfer die Partie in die richtigen Bahnen gelenkt, als sie durch den Letten Kaspars Daugavins und Kevin Romy 2:0 in Führung gingen. Im mittleren Abschnitt erhöhte Chris Rivera auf 3:0. Eines war allen drei Treffern gemein: Sie entstanden nicht nach schönen Kombinationen, sondern durch Nachsetzen auf von ZSC-Goalie Lukas Flüeler abgewehrte Schüsse. Servette machte nach zuletzt zwei schwachen Auftritten wieder vieles von dem richtig, was es bereits in den vergangenen Wochen und Monaten gezeigt hatte.

Servette trat im Vergleich zu den beiden schwachen Leistungen in den Spielen 2 und 3 wie verwandelt auf. Von der ersten Minute an zogen die Genfer ein äusserst aggressives Forechecking auf und liessen den Zürcher Offensivkünstlern kaum Raum zur Entfaltung. Zudem begingen die Lions in der Defensive erschreckende individuelle Fehler, vor denen selbst Routiniers wie die Internationalen Mathias Seger (vor dem 2:0) und Severin Blindenbacher nicht gefeit waren. Zudem sorgte Trainer Marc Crawford mit drei Goaliewechseln – von Flüeler zu Tim Wolf, zurück zu Flüeler und dann wieder zu Wolf – eher für Verwirrung als einen Ruck durch die Mannschaft.

Reaktion im Schlussdrittel

Immerhin: Im letzten Drittel zeigten die Lions Herz und demonstrierten, dass sie in der Lage sind, Playoff-Hockey zu spielen. Nach nur 42 Sekunden verkürzte der lettische Aggressivleader Ronalds Kenins mit einem Schuss in Tobias Stephans nahe Ecke auf 1:3. Und nach dem 4:1 Picards verschönerten sie das Resultat in Unterzahl durch Ryan Shannon nochmals. Schwach war hingegen das Powerplay der Zürcher. Vier Minuten konnten sie in Überzahl agieren, es resultierte kaum eine Chance daraus.

Vielleicht beantragt Chris McSorley ja bei der Liga, dass er nur noch an Donnerstagen spielen will. Bereits zum Auftakt der Halbfinalserie hatten seine Spieler vor einer Woche beim 5:0 einen Glanztag erwischt – und den entscheidenden vierten Sieg im Viertelfinal bewerkstelligten sie in Lugano ebenfalls an einem Donnerstag. Ab sofort handelt es sich um eine Best-of-3-Serie, die wieder völlig offen ist. (si)

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