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Zu wenig Druck aufs Tor

Rapperswil. Die Schweizer Eishockeyaner verloren zum Auftakt der WM-Vorbereitung gegen Schweden 1:4 (0:2, 0:1, 1:1).

Das erste von acht Länderspielen vor dem WM-Start in Minsk ist absolviert, von einem geglückten Start lässt sich nicht berichten. Die Schweizer Auswahl hatte gegen die Schweden durchaus die Möglichkeiten, mit einem besseren Resultat vom Rapperswiler Eis zu gehen als der klaren Niederlage. Aber die Mannschaft zeigte auch nach Olympia, dass sie weiterhin halt sehr viele Möglichkeiten benötigt, um zu einem Treffer zu kommen. Den einzigen erzielte Lugano-Verteidiger Dominik Schlumpf nach 54 Minuten im ersten Schweizer Überzahlspiel zum 1:4.

«Das Chancenverhältnis lautete 20:21 für die Schweden», rechnete Coach Sean Simpson vor. «Wir haben nicht so schlecht gespielt, wie das Resultat aussieht, sie haben uns nicht ­dominiert.» Aber eines machten die Schweden definitiv besser als seine Equipe: Sie übten mehr Druck aufs Tor aus. Sie waren physisch und auch technisch besser, spielten geradliniger. Und ihre Auswertung war besser.»

«Denn sie sind hier»

Auch das Schussverhältnis war ziemlich ausgeglichen. Natürlich ärgerte sich Simpson über die Niederlage, «aber ich sage nichts Negatives über diese Spieler. Das ist eine junge Mannschaft, ich habe Respekt vor allen; denn sie sind hier.» Diesen letzten Satz kann man durchaus als Seitenhieb gegen die Leute sehen, die von sich aus abgesagt haben und eben «nicht hier» sind. Schon nächste Woche wird man sehen, ob es weitere negative Bescheide gibt, wenn die Spieler der zwei gescheiterten Halbfinalisten aufgeboten werden.

Je ein Tor der «Neuen»

Trotz Simpsons Lob kann man festhalten, dass nicht alle mit letztem Willen und Biss versuchten, der taktischen Linie zu folgen. Es gab einige defensive Nachlässigkeiten oder Unsicherheiten zu viel sowie im Angriff mehrere Ungenauigkeiten. Die Linie mit Andres Ambühl, Reto Suri und Inti Pestoni konnte die Schweden am meisten beunruhigen.

Von denen absolvierte gestern die Hälfte das erste Länderspiel. Elf ­Neulinge hat Weltmeister-Coach Pär Marts in die Schweiz mitgenommen. Zwei neue «Schweizer» erzielten je ein Tor. Linus Klasen, der nach Lugano wechselt, schoss das 1:0 nach einem Schweizer Defensiv-Aussetzer. Dick Axelsson, der ab nächster Saison für Davos spielt, überzeugte mit der Vorarbeit zum 2:0 und einem präzisen Schuss zum 3:0.

Am Freitag kommt es in Arosa zum zweiten Match. Dann sollten die Schweizer vor allem physisch und taktisch einige Fortschritte zeigen. So einfach wie gestern dürfen die Schweden nicht mehr zu ihren Treffern kommen.

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