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Zürich denkt weiterhin an Abspaltung

Es war bereits der zweite Brief in Sachen Bistumsfrage, den die römisch-katholische Kantonalkirche Zürichs 2012 an die Bischofskonferenz schickte. Den ersten verfasste sie 1990 in Absprache mit dem damaligen Bischof von Chur, Johannes Vonderach: Er enthielt das formale Begehren, ein Bistum Zürich zu errichten. Doch Vonderach trat kurze Zeit später ab, sein Koadjutor Wolfgang Haas übernahm – und blockierte die Bemühungen. Eine Antwort auf das Gesuch aus der Limmatstadt blieb aus.

Erst im Juni 2011 kam wieder Bewegung in die Sache, als Mitglieder der Zürcher Synode fragten, wie der Syn- odalrat die Frage eines Bistums Zürich beurteile. Die Exekutive versicherte darauf, das Begehren von 1990 erneut zu bekräftigen. Das tat sie per Brief an die Bischofskonferenz im Dezember 2012. Diesmal kam auch eine Antwort, und zwar Ende April 2013. Die Bischöfe legen den Zürchern darin nahe, den aktuellen Konflikt mit dem Churer Bischof direkt mit diesem zu klären. Das ist nicht im Sinne des Synodalrats. «Wir wollen die Bistumsfrage nicht mit der Bischofsfrage verknüpfen», so Präsident Benno Schnüriger.

Der Präsident der Bischofskonferenz, der St. Galler Bischof Markus Büchel, will sich zur Struktur der Bistümer gegenwärtig nicht äussern. «Ob die Bischofskonferenz die grundsätz- liche Diskussion über eine mögliche Neuordnung aufnimmt, ist noch nicht entschieden», sagt er. Aus Chur selber tönt es gleich. Huonders Sprecher Giuseppe Gracia will den aktuellen Vorstoss erst kommentieren, «wenn dazu etwas Neues gesagt werden kann».

Entscheid nach den Ferien

Der Synodalrat will nach den Sommerferien entscheiden, wie er das Gespräch mit Huonder sucht. Präsident Schnüriger entgegnet auf das bischöfliche Votum: «Es braucht nichts Neues gesagt zu werden, die Ausgangs- lage ist immer noch dieselbe. Zürich entspräche den idealtypischen Vorstellungen eines Bistums.» (mir)

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