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Zürichs versteckte Volksvillen

Die Universität, die künftig mehr Verantwortung für ihre Immobilien tragen soll, verfügt über eine ganze Reihe imposanter Bauten. Die meisten sind öffentlich zugänglich.

Die Kantonsregierung hat vergangene Woche mitgeteilt, dass sie die Universität mit neuen Vollmachten über ihre Immobilien ausstatten will. Wer jetzt nur ans Hauptgebäude mit dem markanten Turm denkt, vergisst, dass die Uni eine ganze Reihe weiterer Prestigebauten besetzt – zum Teil wurden ihr diese geschenkt, zum Teil ist sie dort eingemietet. Das hat in der Vergangenheit schon für Kritik gesorgt, aber für alle Normalverdiener ist es ein Segen. Wo sonst haben sie Gelegenheit, einmal ganz legal durch eine Villa zu spazieren und sich in einem mondänen Park in die Sonne zu setzen? Wer nicht gerade mit Bier und Bikini aufkreuzt, sich anständig verhält und die mitunter etwas lichtscheuen Wissenschafter nicht bei der Arbeit stört, wird nirgendwo schräg angeschaut. Und wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich zur Tarnung ein dickes Buch unter den Arm klemmen. Alle neugierig Gewordenen finden im Folgenden eine Auswahl der lohnendsten Unihäuser, die öffentlich zugänglich sind. Eine Warnung vorweg: Die meisten sind inwendig umgebaut für den Lehr- und Forschungsbetrieb und wirken daher bisweilen etwas verschandelt. Nicht in die Auswahl geschafft haben es Gebäude, deren Türen lediglich auf Klingeln hin aufgehen. So etwa die im Inneren äusserst schmucke Villa Schönberg, die einst Richard Wagner Asyl bot und heute den Studierenden der Kunstgeschichte Ostasiens. Oder das Geburtshaus von Alfred Escher am Hirschen­graben mit seiner reich mit antiken Motiven verzierten Stube, heute Heim des Europainstituts. Auch im majestätisch über der Stadt thronenden Stockargut an der Künstlergasse, Sitz des Rektorats, sind die Türen leider verschlossen. Es ist aber dank seines barocken Gartens mit Pavillon und Delfinbrunnen­figur trotzdem einen Besuch wert.

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