Zum Hauptinhalt springen

Zuger SVP-Präsident gibt auf

Der Sex-skandal um den Zuger SVP-

Der Zuger SVP-Politiker Markus Hürlimann kandidiere an der Generalversammlung vom 12.März nicht mehr für das Amt des Kantonalpräsidenten, teilte SVP-Nationalrat Thomas Aeschi gestern mit. Bis dahin leite er die Partei. Es sei ihm bewusst, dass er nicht mehr das nötige Vorbild sein könne, um die SVP Kanton Zug als Präsident zu führen, schreibt Hürlimann in einer Stellungnahme. Noch wichtiger sei aber, dass nach einem solch belastenden und einschneidenden Ereignis die Prioritäten bei seiner Familie lägen.

«Richtigen Mann gewählt»

Es sei jedoch selbstverständlich, dass er sowohl die Wählerinnen und Wähler als auch die SVP weiterhin im Kantonsparlament vertreten werde. «Ihnen bin ich verpflichtet, und ich bin mir sicher, dass ich eine Chance verdient habe, um zu beweisen, dass sie den richtigen Mann in den Kantonsrat gewählt haben.» Gegen Markus Hürlimann läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Handlungen gegen die sexuelle Integrität. Zum mutmasslichen sexuellen Übergriff soll es nach der Feier für den neuen Landammann Heinz Tännler (SVP) in der Nacht auf den 21.Dezember 2014 gekommen sein. Dabei floss viel Alkohol. Am Morgen nach der Feier erwachte Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin (Alternative – die Grünen) nach eigenen Angaben mit Unterleibsschmerzen. Weil sie sich an nichts mehr erinnern konnte, ging sie ins Spital. Die Ärzte informierten schliesslich die Polizei. Unter Verdacht geriet Markus Hürlimann, der mit Spiess-Hegglin zuletzt gesehen worden war. Der SVP-Präsident wurde verhaftet und einen Tag später wieder auf freien Fuss gesetzt. Daraufhin gab der Politiker das Parteipräsidium zunächst vorläufig ab. Der Verdacht, es seien K.-o.-Tropfen verwendet worden, wurde in einem Labortest nicht bestätigt. Das Ergebnis einer Haaranalyse der Politikerin steht noch aus. Es dürfte in zehn bis vierzehn Tagen vorliegen, wie die Zuger Polizei mitteilte.

Parteiausschluss gefordert

Aufgrund der Medienberichte wurden Forderungen nach einem Parteiausschluss Hürlimanns laut. An der Mitgliederversammlung von morgen wird ein entsprechender Einzelantrag gestellt, wie Aeschi sagte. Für die SVP hat die Sexaffäre noch weitere Folgen. So hat Kantonsrat Willi Vollenweider am Montag seinen Austritt aus der Partei bekannt gegeben. Auf seiner Website machte Vollenweider, der auch dem Grossen Gemeinderat der Stadt Zug angehört, seinem Ärger über die Untätigkeit der Parteileitung Luft.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch