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Zwei Exoten unter einem Dach

Einen Pick-up zu Gesicht zu bekommen, ist auf den Schweizer Strassen fast ebenso selten wie die Begegnung mit einem SsangYong. Beides zusammen ist noch exklusiver. Ein näherer Blick auf den SsangYong Actyon Sports lohnt sich deshalb auf jeden Fall.

Das ständige Kommen und Gehen hat SsangYong das Fussfassen in Europa erschwert. Im jüngsten Anlauf nach dem Besitzerwechsel und der Konsolidierung der Finanzen will der drittgrösste Automobilhersteller Koreas deshalb keinen unrealistischen Zielen nachjagen, sondern sich erst einmal mit grundsoliden, modernen und preislich attraktiven Fahrzeugen Akzeptanz und Respekt verschaffen. Auf dem Weg dahin sind viele Hürden zu überspringen. Mindestens in der Schweiz gibt es aber durchaus positive Signale. «Wir haben stückmässig auf einem bescheidenen Niveau begonnen, können uns jetzt aber kontinuierlich steigern», freut sich Generalmanager Robert Stoep­man von der in Dietlikon domizilierten SsangYong Schweiz AG. «Das wachsende Netz von ­engagierten Händlern und die in jeder Beziehung konkurrenzfähigen Modelle sind eine gute Basis, um unseren Marktanteil langsam verbessern zu können.» Wegen seiner Fahrzeugstruktur hierzulande immer ein Aussenseiter bleiben wird trotz Ausbaumöglichkeiten der Actyon Sports. Die jüngste Ausgabe des vielseitigen Pick-ups von Ssang­Yong kann mit dem als Zubehör erhältlichen Hardtop auch in einen eleganten SUV verkleidet oder mit einem fixen Deckel inklusive Luftleitrahmen über der 2,04 Quadratmeter grossen Ladefläche bestellt werden. Der macht ihn auch optisch zu etwas ganz Speziellem und sorgt dafür, dass die mitgeführte kostbare Ware trocken bleibt. Alle Versionen basieren auf einer lang gestreckten Doppel­kabine mit fünf Sitzplätzen und einem grosszügigen Platzangebot, die in einem angenehmen Ambiente auch einmal längere Fahrten erlauben. Mitverantwortlich dafür ist ein neu entwickelter Zweiliter-Vierzylinder-Turbodieselmotor mit 155 PS, der die Kraft im Normalfall über ein manuelles Sechsganggetriebe oder optional über eine noch ­geeignetere Sechsgangautomatik auf die Hinterräder leitet. Bei schwierigeren Strassenverhältnissen kann per Knopfdruck spontan auf Allradantrieb umgeschaltet werden. SsangYong ist seit 50 Jahren auf diese Technik spezialisiert. Das Zielpublikum für den Actyon Sports ist sehr breit gefächert. Es reicht von Extremsportlern mit schwer transportierbaren Geräten bis hin zu Gewerbetreibenden, die Tag für Tag ihre Mitarbeiter samt Material möglichst rasch und unkompliziert zur Baustelle bringen müssen. Vor allem für sie ist beim Autokauf der Anschaffungspreis von grösster Bedeutung. Es erstaunt deshalb, dass SsangYong vie­lerorts noch eine unbekannte ­Adresse ist. Der knapp fünf Meter lange Actyon Sports wird in der Basisausführung Crystal ohne Allradantrieb nämlich schon für 24?900 Franken angeboten. 5000 Franken teurer ist die besser ausgestattete Version Quartz, und ab 32?900 Franken gibt es das Topmodell Sapphire. Wer allen Luxus und Komfort nutzen will, muss allerdings noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Mit dem Auto­matikgetriebe, das eher unnötig über Wippen am Lenkrad geschaltet werden kann, dem für Handwerker nicht unwichtigen Navigationssystem und dem Deckcover über der Ladefläche werden auch bei SsangYong mehr als 40?000 Franken fällig. Das ist bei der etablierteren Konkurrenz aber nicht anders. Nicht unterschätzt werden darf, dass der Actyon Sports mit vernünftigem Verbrauch von sieben bis neun Litern für 100 Kilometer überall eingesetzt werden kann. Abseits der befestigten Strassen freuen sich Taucher, Deltasegler und Crossfahrer über den problemlosen schnellsten Weg zum Zielort, im normalen Werktagsverkehr sind es die kostenbewussten Firmenchefs und auf der Autobahn in Richtung Feriendestination sämtliche Familienmitglieder. Weniger glücklich ist das Gesicht der Angetrauten nur, wenn sie den wuchtigen Pick-up im Shoppingcenter parkieren muss. Der Wendekreis ist gross und die Sicht nach hinten wegen der Ladebrücke eingeschränkt. Zum Glück gibt es genügend andere Einkaufsmöglichkeiten. SsangYong Actyon Sports D200 DTR + Drehfreudiger Turbodiesel + Fairer Kaufpreis + Vorzügliche Platzverhältnisse – Schlecht ablesbare Anzeigen – Sicht nach hinten – Anspruchsvolles Manövrieren

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