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Zwei Gesichter für den Yeti

Mit dem Facelift führt Skoda für den Yeti zwei Designvarianten ein. Normal für die Stadt, rustikal für Outdoor.

Normalerweise würde man genau hier stoppen und umkehren. Der Waldweg endet plötzlich, steil geht es den Hang hinunter zu einem kleinen Bach, über den nur eine Brücke aus einigen Baumstämmen führt. Doch wir sitzen ja im Skoda Yeti mit Allrad und dem neuen Offroad-Programm. Dieses stellt das kompakten SUV auf Knopfdruck auf das Fahren im Gelände ein. So stellen sich die elektronischen Systeme wie ABS oder ESP auf Schotterpisten oder Feldwege ein. Und steht man nun im wortwörtlichen Sinn am Berg, hilft die Elektronik bei der Abfahrt. Also langsam auf den Hang zurollen und weg von der Bremse. Nun hält der Skoda selbstständig das gewählte Tempo (bis 30 Stundenkilometer) und bremst wenn nötig auch einzelne Räder ein.

So ruckeln wir langsam, aber sicher den steilen Hang hinunter und über die behelfsmässige Brücke. Am anderen Ufer wartet eine schlammige Böschung auf den Yeti. Auch diese schafft er mit links: Konstant Gas geben, die elektronischen Systeme sorgen dafür, dass kein Rad unnötig durchdreht und dass die Motorenkraft über die Haldexkupplung der fünften Generation und ein elektronisches Differenzial an den richtigen Ort gelangt.

Um den Parcours im Gelände zu schaffen, braucht es übrigens nicht unbedingt die neue Yeti-Variante namens Outdoor, auch das normale Modell würde genügen. Denn dieses ist ebenfalls mit Allrad erhältlich und sonst technisch identisch. Die zwei Varianten der Neuauflage sind daher reine Designvarianten. Der Outdoor hat mehr Plastikbeplankung, wirkt etwas rustikaler und ist besser gegen Lackkratzer geschützt als die Variante mit der eleganten Anmutung. In der Schweiz wird übrigens mit einem Outdoor-Anteil von 80 Prozent gerechnet – und gar mit einem 4x4-Anteil von 90 Prozent.

Beide Ausführungen profitieren von einem sanften Facelift: So haben die Tschechen die Front mit einem markanten Grill neu gestaltet, optional sind Bi-Xenon-Scheinwerfer mit schickem LED-Tagfahrlicht erhältlich. Am Heck fallen die schärferen Kanten auf und die schönen Heckleuchten in der typischen C-Form. Skoda hat zudem die Farben- und Felgenpalette erweitert. Die eckige Form ist dagegen ebenso geblieben wie das grosszügige Platzangebot des 4,2 Meter kurzen SUVs. Vor allem die Kopffreiheit ist beeindruckend, aber auch normal grosse Passagiere profitieren vom Raumgefühl. Der Kofferraum ist mit 510 bis 1580 Litern richtig gross. Wenn man die Rücksitze ausbaut, sind es gar 1760 Liter. Praktisch sind Details wie der doppelseitige Bodenbelag im Laderaum oder dass man die Rückenlehne des Beifahrersitzes umklappen kann.

Skoda hat den Innenraum mit neuen Stoffen und Dekorleisten aufgewertet. Das unverändert angebotene Navi wirkt aber inzwischen ein wenig veraltet. Auch bei den Motoren ist nicht die neuste Generation aus dem VW-Konzern eingebaut, weil der Yeti noch nicht auf der MQB-Plattform basiert. Die bewährten Diesel und Benziner sind daher auch nicht besonders sparsam und nicht durchgängig mit Stopp-Start-Automatik erhältlich. Dafür ist das Angebot riesig: Drei Benziner von 105 bis 160 PS und vier Diesel von 105 bis 170 PS stehen zur Auswahl. Manuelle Schaltung oder DSG-Automatik, Frontantrieb oder 4x4, Yeti oder Yeti Outdoor – das ergibt alleine in der mittleren Ausstattungsvariante «Ambition» 20 mögliche Kombinationen. Die Preise starten bei fairen 21?090 Franken, der Outdoor ( immer mit Allrad) kostet mit dem formidablen 1,8-Liter-Benziner mit 160 PS mindestens 26?580 Franken, mit dem beliebten 2,0-Liter-Diesel mit 140 PS mindestens 28?680 Franken. Marktstart ist im Januar.

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