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Zwei neue Zürcher in Bundesbern

Mit der zweiten Session starten auch zwei Zürcher Politiker in Bern. Thomas Matter und Beat Walti wurden gestern als Nationalräte vereidigt.

Vor kurzem hat Christoph Blocher seinen Rücktritt als Nationalrat erklärt. Gestern nun wurde im Rahmen der zweiten ordentlichen Session in Bern sein Nachfolger Thomas Matter vereidigt. Der Banker war bisher als Säckelmeister der Zürcher SVP tätig.

«Es war ein spezieller Moment», sagt er über die Vereidigung. «Ich spüre die Verantwortung, schliesslich wurde man vom Volk gewählt.» Als «Eidgenosse» habe er sich dazu entschlossen, einen Eid und kein Gelübde abzulegen. Matter hat vor der Bundesversammlung also geschworen und nicht gelobt. Als Nationalrat werde er sich an Themen halten, die mit Wirtschaft, Finanzen oder Steuerpolitik zu tun haben. In die einzelnen Sachgeschäfte müsse er sich noch genau einlesen, es werde einiges auf ihn zukommen.

Neben Matter rückt ein weiterer Zürcher Politiker in den Nationalrat nach. Der Präsident der Zürcher FDP Beat Walti folgt auf den Winterthurer Markus Hutter, der erklärt hatte, er wolle sich vermehrt auf seine geschäftlichen Aufgaben konzentrieren. Walti sass zuvor 14 Jahre im Zürcher Kantonsrat, trat aber auf Ende 2013 zurück, um «anderen Leuten Platz zu machen».

Kurze Verschnaufpause

Die Wahl als Nationalrat schloss er damals nicht aus, betonte aber, es sei noch zu früh für solche Entscheidungen. Nun ist ihm keine grosse Verschnaufpause geblieben, freuen tut er sich trotzdem: «Es ist schon besonders», sagte Walti gestern kurz vor seiner Vereidigung. Auch er wählte den Eid – so sei es in der Präambel der Bundesverfassung festgehalten.

Die letzten paar Tage habe er damit zugebracht, die Strukturen des Nationalrats zu verstehen und sich einzulesen. «Es ist mir klar, dass diese Geschäfte teilweise lange Vorgeschichten im Rat haben. Richtig mit der Arbeit auseinandersetzen kann man sich erst in der Kommission.» Für ihn als Zürcher Politiker seien wirtschaftspolitische Themen ein Schwerpunkt, auch für Sozialversicherungsthemen werde er sich weiter einsetzen. Die Sanierung der Altersvorsorge ist Walti ein persönliches Anliegen. «Aber ich werde nicht gleich mit Vorstössen um mich schiessen.» Zuerst will sich Nationalrat Walti in Bundesbern einleben. nid

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