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Zwei Siege der Franzosen

Die WM in Katar präsentiert erwartete Sieger wie Frankreich, aber auch überraschende wie Katar oder Schweden.

Im Gegensatz zu den vorangehenden Turnieren wurde für die Katar-WM der Modus dahingehend geändert, dass die Zwischenrunde wegfällt. Das heisst, aus den vier Sechsergruppen sind die ersten vier Teams direkt für die Achtelfinals qualifiziert. Die Franzosen dürfen sich (natürlich) gute Chancen auf einen Platz in der K.-o.-Runde ausrechnen, sie starteten einmal mehr fehlerlos ins Turnier. Dem 30:27 über die Tschechen liessen sie gestern ein 28:24 über Ägypten folgen. Die Ägypter allerdings waren ein hartnäckiger Gegner mit einer äusserst aggressiven Defensive und starken Schützen aus der zweiten Linie. 20 Minuten lang gaben sie den Ton an, dann übernahm Frankreich dank Nikola Karabatic und William Accambray.

In dieser Gruppe sind die Tschechen des TSV St. Otmar St. Gallen weiter ins Abseits gerutscht. Nach der Niederlage gegen Frankreich wurden sie von den Schweden regelrecht überfahren (22:36). Nach einem Ruhetag treffen sie auf Ägypten. Schweden winkt die Chance, zum ersten Mal seit 2001 wieder in die entscheidende «Playoff-Phase» vorzudringen.

Zu den Siegern gehören die «Wildcard-Deutschen». Sie rangen nach den Polen auch die Russen nieder. Beim 27:26 hatten sie das Wettkampfglück auf ihrer Seite. Zur Halbzeit lagen sie 9:13 zurück. Sie kämpften sich heran und führten 27:26, als 90 Sekunden vor Schluss Gensheimer ein Stürmerfoul beging. Gorbok traf zum 27:27, doch der Treffer wurde wegen Fouls aberkannt. 50 Sekunden vor Ende verlor Kraus den Ball und handelte sich eine Strafe ein, die Russen schafften den Ausgleich dennoch nicht.

Die Dänen, die in dieser Gruppe mit einem Remis gegen Argentinien enttäuscht hatten, schlugen die Saudis in einem mehr als einseitigen Spiel 38:18. Katar nützte die Chance des Startprogramms und bezwang nach Brasilien auch Chile (27:20).

IOC-Präsident Thomas Bach war am Wochenende vor Ort Zeuge des Geschehens. Ob der Deutsche – wie die andern Beobachter auch – festgestellt hat, dass die meisten Zuschauer «bezahlte Arbeiter» waren? red

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