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Zwei Siege für eine Chance

Der FCZ daheim gegen Apollon Limassol und die Young Boys in Bratislava gegen Slovan spielen heute darum, wenigstens bis zum letzten Spieltag der Europa League aufs Weiterkommen hoffen zu können.

Der FCZ hielt in der Europa League mehrheitlich seine Marschtabelle ein, mit vier Punkten aus den beiden Heimspielen gegen Borussia Mönchengladbach und Villarreal; auch die Niederlage in Villarreal fiel nicht aus dem Rahmen. Was aber bis heute, da die Zyprioten zum Rückspiel in den Letzigrund kommen, schmerzt: Die Niederlage gegen Apollon Limassol im Startspiel, als die Zürcher zuerst ein 0:2 aufholten, dann gegen zehn Zyprioten weiterspielen konnten und in den letzten Minuten dennoch alles vermasselten. Zuerst mit Philippe Kochs Eigentor zum 2:3, dann mit Yassine Chikhaouis Platzverweis. Die Punkte – oder zumindest der Punkt –, die in Nikosia bereitlagen, fehlen heute. Deshalb hat der FCZ zwar noch eine Aussenseiterchance auf einen Platz in den Sechzehntelfinals, aber sein Schicksal nicht mehr in eigenen Händen. Im Prinzip müssen die Zürcher noch zweimal gewinnen, heute gegen Apollon, in zwei Wochen in Mönchengladbach. Einzig ein Heimsieg Villarreals gegen Mönchengladbach liesse ihnen selbst mit einem Unentschieden heute noch die Chance auf einen «Final» in Mönchengladbach. Anderseits würden dem FCZ nicht mal zwei Siege reichen, wenn Gladbach in Villarreal mit einem Sieg seine Qualifikation vorzeitig sicherstellte. Dann wären die Deutschen definitiv ausser Reichweite des FCZ, und der könnte sich selbst mit einem Dreier in Mönchengladbach nicht mehr an Villarreal vorbeischieben, wenn die Spanier ihren letzten Match auf Zypern gewinnen sollten. Das aber ist denen nun wirklich zuzutrauen, zumal die Zyprioten keine Chance mehr haben, wenn sie heute nicht gewinnen. Es geht noch um etwas Immerhin, es geht heute noch um etwas, es geht auch in zwei Wochen um etwas, wenn heute gewonnen wird – das ist schon mal nicht schlecht für eine Mannschaft, die mit einem Punkt aus der Vorrunde nahezu aussichtslos dastand. Dennoch sind die Chancen der Zürcher weiterhin nicht mehr als jene eines klaren Aussenseiters. Trainer Urs Meier hat auch das Problem, dass ihm gleich mehrere Mittelfeldspieler fehlen: Neben den Langzeitverletzten Gilles Yapi und Avi Rikan droht nun auch noch Burim Kukeli verletzt auszufallen. Woran die Zürcher heute (noch) nicht denken dürfen: Dass schon am Sonntag der FCB zum absoluten Spitzenspiel auf den Letzigrund kommt. Gegner Apollon hat seit seinem Überraschungscoup im Heimspiel gegen den FCZ in drei Europacuprunden keinen Punkt mehr gewonnen, nicht mal mehr ein Tor geschossen. Seine Bilanz seither: 0:11 Tore. In der heimischen Liga hat sich Apollon immerhin auf Platz 2 gehalten und am Wochenende gegen Leader und Champions-League-Teilnehmer Apoel Nikosia 0:0 gespielt. Was sich seit dem Hinspiel gegen den FCZ geändert hat: Es wurde der Trainer gewechselt. Anfang Oktober kam der Rumäne Ioan Andone (52), ein vielfacher Altinternationaler, für den Einheimischen Christos Christoforou. Die Young Boys, der zweite Schweizer Verein im Wettbewerb, haben vor den Rückspielen beim slowakischen Meister Slovan Bratislava und daheim gegen den tschechischen Meister Sparta Prag die reelleren Chancen auf ein Europacup-Frühjahr als der FCZ. Auch in seinem Falle gäbe es die Varianten, dass weniger als zwei Siege reichen und dass zwei Siege doch nicht genügen. 600 Berner in der Slowakei Aber die Herangehensweise ist diese: Heute gegen das punkte- und bereits chancenlose Slovan gewinnen und dann auch Sparta schlagen. Das reicht sicher, wenn Sparta heute gegen Napoli nicht gewinnt. Anderseits, gibts noch lauter Heimsiege, haben die drei Topteams je zwölf Punkte und könnten die Direktbegegnungen gegen YB entscheiden. Schlimmstes Szenario heute Abend wäre allerdings dieses: YB verliert in der Slowakei, Sparta und Napoli spielen remis – dann wäre alles entschieden, wäre YB draussen. Trainer Uli Forte will die eine oder andere frische Kraft einsetzen. An der Unterstützung sollte es nicht fehlen, rund 600 Berner werden in Bratislava erwartet.

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