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Zweithöchste Smog-Alarmstufe für sechs chinesische Provinzen

Wegen schwerer Luftverschmutzung haben die Behörden für rund 400 Millionen Chinesen die zweithöchste Smog-Alarmstufe "Orange" ausgerufen. Die Schadstoffbelastung in den meisten grösseren Städten im Norden und im Zentrum des Landes lag auf "gefährlich" hohem Niveau.

Nach amtlichen Angaben stieg der Luftindex vielerorts auf Werte von 400, was dem 16-fachen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwertes entspricht. In der nordöstlich von Peking gelegenen Stadt Tangshan wurde sogar ein Wert über 800 gemessen.

Das Meteorologische Zentrum verhängte deshalb den Smogalarm für die Metropolen Peking und Tianjin sowie die sechs Provinzen Hebei, Shanxi, Shandong, Henan, Shaanxi und Liaoning.

Die Hauptstadt, wo schon seit Freitag Alarmstufe "Orange" gilt, litt schon den siebten Tag in Folge unter schlimmer Luftverschmutzung. Die Luft roch verraucht. Die Sichtweite betrug nur noch wenige hundert Meter. Am Dienstag erreichten die Luftwerte für den besonders gefährlichen Feinstaub in Peking das 17- bis 20-fache des WHO-Richtwertes.

Hebei am meisten betroffen

In der Industrieprovinz Hebei, die Peking umgibt, liegen einige der am schwersten vom Smog betroffenen Städte. Im September kündigte die Regierung für Hebei die Schliessung veralteter Stahl- und Zementfabriken sowie die Reduzierung des Kohleverbrauchs an.

Trotzdem sind nun die Behörden wegen Versagens im Kampf gegen den Smog verklagt worden. Ein Bewohner Shijiazhuang reichte die Klage bei einem Bezirksgericht ein, wie staatliche Medien berichteten.

Darin werden die Behörden aufgefordert, ihre gesetzliche Pflicht zur Kontrolle der Luftreinhaltung zu erfüllen. Zugleich fordere Li Guixin als Kläger Schadenersatz für die vom Smog betroffenen Bewohner, hiess es. Ob das Gericht die Klage zulässt, blieb zunächst offen.

Spitäler überfüllt

In der Hauptstadt waren die Spitäler mit Patienten überfüllt, die unter Atemwegs- oder Herz- und Kreislaufproblemen litten. Die Gesundheitsbehörden riefen besonders ältere Menschen und Kinder auf, nicht vor die Tür zu gehen.

Die 20 Millionen Pekinger sollten sich mit Atemmasken gegen die schlechte Luft schützen, falls sie auf die Strasse müssten. Schulen sagten Aktivitäten im Freien ab.

(sda)

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