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Zwiespältige Bilanz der Personenfreizügigkeit

zürich. Von der Politik und der Wirtschaft wurde der freie Personenverkehr mit der EU seit Einführung 2002 als wichtiger Faktor zur Förderung der Wirtschaft und des Wohlstands angepriesen. Eine neue Studie der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) lässt daran jetzt jedoch Zweifel aufkommen. So kommen die Konjunkturforscher der ETH zum Schluss, dass die Personenfreizügigkeit die Durchschnittslöhne bis jetzt kaum beeinflusst habe. Sie wären auch ohne die offenen Grenzen genau gleich viel oder wenig angestiegen.

Ebenso zwiespältig ist der­ ­Befund über den gesamtwirtschaftlichen Effekt. So ist laut der KOF die Schweizer Wirtschaft zwar dank der Personenfreizügigkeit stark gewachsen. Doch dieses Wachstum sei fast ausschliesslich auf Mehrarbeit zurückzuführen. Entgegen den Erwartungen habe die Einwanderung vieler hoch qualifizierter Fachkräfte bis jetzt die Schweizer Wirtschaft nicht produktiver gemacht. Die Personenfreizügigkeit habe der Schweiz dar­um bis jetzt nur quantitatives, aber kein qualitatives Wachstum gebracht. (jl)Seite 3

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