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Zyprer sollen mit Einschränkungen an ihr Geld kommen

Nikosia. Erstmals nach zwölf Tagen sollen heute auf Zypern die Banken öffnen. Die Inhaber von Konten müssen aber weiter mit Restriktionen rechnen.

Zypern bereitet sich auf einen Ansturm auf seine Banken vor. Bevor diese heute wieder öffnen sollen, feilte das mit Milliardenhilfen gerade erste gestützte Euro-Land gestern noch an Kontrollen und Einschränkungen für den Kapitalverkehr. Nach Angaben der Handelskammer sollen Geldtransfers im Inland möglich sein, nicht aber ins Ausland. Damit soll verhindert werden, dass verunsicherte Bankkunden nach der chaotischen Rettung vor der Staatspleite ihre Gelder im grossen Stil abziehen. Gerüchte besagten gestern, dass Bankkunden höchstens 1200 Euro pro Tag und Person werden abheben dürfen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es indes bis gestern Abend nicht. Auch liessen Informationen über die für Donnerstag erwartete Öffnung der Kreditinstitute auf sich warten.

Aufruf zur Ruhe

«Die Banken werden am Donnerstag öffnen», bekräftigte Zyperns Finanzminister Michael Sarris. «Wir werden den besten Weg wählen, um die Wahrscheinlichkeit zu limitieren, dass grosse Summen von Geldern verschwinden.»

Händlerverbände rieten den Zyprern, Ruhe zu bewahren und nicht die Banken zu stürmen, damit das System nicht zusammenbricht. Viele Menschen haben mittlerweile kein Geld auf ihren Girokonten. Seit dem 16. März ist die Geldversorgung nur aus Geldautomaten möglich.

Ein Entwurf des Finanzministeriums, der der Nachrichtenagentur DPA vorlag, sieht vor, dass Auslandsüberweisungen und Zahlungen mit Kreditkarten im Ausland pro Person und Bank auf 5000 Euro beschränkt werden. Zyprer sollen pro Auslandsreise maximal 3000 Euro Bargeld mit sich führen dürfen.

Bei Festgeldanlagen ist demnach keine vorzeitige Kündigung möglich. Im Ausland studierende Zyprer sollen zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts pro Quartal maximal 10 000 Euro aus der Heimat erhalten können. (sda)

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