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Sport kompaktVertrag aufgelöst: Oberlin muss Basel verlassen

Biathlet Weger nur auf Rang 23 +++ Corona-Fall bei Lugano - Spiel gegen Sion abgesagt +++ Schwedischer Topskorer für die Tigers +++ Frauen-Super-G von St. Moritz abgesagt +++ Bulgarische Biathleten wegen Corona-Vergehen bestraft +++

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Biathlon: Weger wird 23.

Nach Rang 4 folgt Rang 23: Für Benjamin Weger hat die Verfolgung im finnischen Kontiolahti in einer Enttäuschung geendet, nachdem es ihm im Einzelrennen am Donnerstag so gut lief. Weger startete nicht gut ins Rennen: Gleich beim ersten Schiessen liegend unterliefen ihm zwei Fehler. Mit Jeremy Finello stand ein zweiter Schweizer am Start, er wurde 48.

Das Rennen gewann nicht der Norweger Johannes Thingnes Bö, sondern überraschenderweise der Schwede Sebastian Samuelsson. Die beiden Skandinavier lagen gleichauf, beim letzten Schiessen aber machte Bö einen Fehler mehr als Samuelsson und musste zwei Zusatzrunden absolvieren. Es ist der erste Weltcupsieg für den 23-Jährigen. Mit der schwedischen Staffel wurde er 2018 Olympiasieger. Bö fiel auf Rang 3 zurück, Zweiter wurde der Franzose Fabien Claude. (va)

Fussball: FCB löst Vertrag mit Dimitri Oberlin auf

Es ist eine Weile her, da war Basel verrückt nach Dimitri Oberlin. Der junge Schweizer kam aus Salzburg und verzückte unter anderem mit einem schönen Tor in der Champions League gegen Benfica Lissabon. Bald aber kam die Ernüchterung, Oberlin konnte kaum mehr an solche Leistungen anknüpfen.

Und jetzt, etwas mehr als drei Jahre nach dem famosen Sprint gegen die Portugiesen, folgt das vorzeitige Ende. Der Vertrag mit Oberlin wird, so teilt es der FC Basel am Samstagnachmittag mit, per Ende Dezember aufgelöst. «Wir bedanken uns bei Dimitri Oberlin für seinen Einsatz und wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft alles Gute», wird Roland Heri, CEO der Basler, in einer Medienmitteilung zitiert.

Das wars: Dimitri Oberlin ist ab sofort kein Basel-Spieler mehr.
Das wars: Dimitri Oberlin ist ab sofort kein Basel-Spieler mehr.
Keystone

Oberlin wurde im Sommer 2018 fix von Basel übernommen, er kostete fast fünf Millionen Franken. Noch im folgenden Winter wurde er verliehen, erst nach Italien zu Empoli und im Sommer 2019 dann nach Belgien zu Zulte Waregem. Beide Engagements waren nicht von Erfolg gekrönt. Der FCB zitiert auch Oberlin selbst im Communiqué: «Ich habe in Basel Höhen und Tiefen erlebt und möchte die Chance nun nutzen, bei einem neuen Verein regelmässig zu spielen und Freude am Fussball zu haben.» (mro)

Fussball: Nächstes Super-League-Spiel abgesagt

Ein Spieltag mit fünf Super-League-Partien? Im Jahr 2020 ist das eine Seltenheit. Auch an diesem Wochenende war früh klar, dass es nicht dazu kommen wird. Bereits abgesagt war das Spiel zwischen St. Gallen und Vaduz, die beiden Teams wären am Samstagabend aufeinander getroffen.

Am Sonntag nicht im Einsatz: Christopher Lungoyi vom FC Lugano.
Am Sonntag nicht im Einsatz: Christopher Lungoyi vom FC Lugano.
Keystone

Am frühen Nachmittag dann die nächste Absage: Auch der FC Sion wird sein Auswärtsspiel nicht bestreiten können. Gegner Lugano muss in Quarantäne. Die Tessiner, momentan in einer beneidenswerten Form, haben einen Corona-Fall in ihren Reihen. Das Spiel war angesetzt für Sonntagnachmittag. Wann es nun stattfinden wird, ist noch unklar. (mro)

Eishockey: Schwedischer Topskorer für die Tigers

Die SCL Tigers, momentan am Tabellenende der National League, holen sich Hilfe aus der KHL: Der Schwede Marcus Nilsson verstärkt die Langnauer bis Saisonende. Er löste vor einigen Tagen seinen Vertrag beim russischen Verein HK Sotschi auf. Dorthin war der 29-Jährige erst auf diese Saison hin gewechselt. Davor spielte Nilsson in seiner Heimat bei Färjestad, die Saison 2019/20 beendete er als Topskorer mit 54 Punkten in 50 Spielen. Dabei erzielte er zwölf Tore. Nilsson soll mit seiner Erfahrung eine tragende Rolle im Team übernehmen, schreiben die Tigers in der Mitteilung zum Transfer. (mro)

Soll die Tigers aus dem Tabellenkeller führen: Marcus Nilsson.
Soll die Tigers aus dem Tabellenkeller führen: Marcus Nilsson.
imago

Ski alpin: Frauen-Super-G findet nicht statt

Es hätte ein Auftakt mit vielen Schweizer Versprechen werden sollen. Mit Lara Gut-Behrami, die ihre Form zur Saison 2020/21 hin wieder gefunden hat. Mit Corinne Suter, der Gewinnerin der beiden Kristallkugeln in den Speed-Disziplinen. Nun ist da vor allem: viel Schnee. Bereits am frühen Samstagmorgen kommuniziert das OK der Rennen von St. Moritz die Absage.

Muss sich weiter gedulden: Corinne Suter.
Muss sich weiter gedulden: Corinne Suter.
Keystone

Es bleibt also dabei, weiterhin gibt es für die Speedfahrerinnen keinen Ernstkampf. Vor eineinhalb Monaten startete die Saison in Sölden, seither wurde nur in den technischen Disziplinen gefahren. Auch, weil die Rennen in Übersee wegen Corona gestrichen wurden. Am Sonntag stünde in St. Moritz ein weiterer Super-G an. Stünde – denn auch ob dieses Rennen stattfinden kann, steht Stand Samstagmorgen noch in den Sternen. Am Nachmittag wird neben viel Wind noch mehr Schnee erwartet. (mro)

Biathlon: Bulgaren für Corona-Vergehen bestraft

Der Biathlon-Weltverband IBU hat die bulgarische Mannschaft nach Verstössen gegen die Corona-Regeln bestraft. Wie die IBU am Samstag mitteilte, gab es beim Weltcup im finnischen Kontiolahti «engen Kontakt» zwischen zwei Sportlern, die sich in Quarantäne befinden, und einer weiteren Person aus dem Nationalteam. Das ist derzeit streng verboten. Die bulgarische Delegation wurde für dieses Vergehen mit einer Geldstrafe belegt. Zudem wurde das Teammitglied bis Ende Januar von allen IBU-Events ausgeschlossen. Die finnischen Gesundheitsbehörden empfahlen für diese Person zudem eine freiwillige Selbstquarantäne. Namen wurden nicht genannt.

Als Reaktion auf den Vorfall wurde die gesamte bulgarische Mannschaft erneut getestet, weitere Corona-Tests sind am Wochenende angesetzt. Es solle unbedingt ausgeschlossen werden, dass es weitere Ansteckungen gegeben hat, teilte die IBU mit. (dpa)

Schwimmen: Noè Ponti pulverisiert Rekord

Der Tessiner Noè Ponti unterbot bei einem Meeting in Rotterdam den Schweizer Rekord über 100 Meter Delfin deutlich. Der 19-Jährige pulverisierte die Marke von Jérémy Desplanches und schwamm mit 51,15 über eine Sekunde schneller als der Genfer. Somit ist er in diesem Jahr weltweit der zweitschnellste Athlet über diese Distanz, hinter dem Amerikaner Caeleb Dressel. (tmü)

Mit seinem Schweizer Rekord ist Noè Ponti nun an zweiter Stelle in der Jahresweltbesten-Liste. (Bild: Keystone)

Fussball: Bierhoff setzt sich für Löw ein

DFB-Direktor Oliver Bierhoff äusserte sich in einer Video-Pressekonferenz zur deutschen Nationalmannschaft und der Kritik an Trainer Joachim Löw. «Es brodelt und rumort immer noch in mir», gestand Bierhoff 17 Tage nach der «0:6-Blamage» gegen Spanien und versicherte in einer umfangreichen, mehr als halbstündigen Analyse zum Zustand der Fussball-Nationalelf nur sechs Monate vor dem EM-Start: «Ich spreche nicht als Sprachrohr und Anwalt von Jogi Löw!»

Bierhoff selbst hat einen «nachdenklichen» Löw gehört, als dieser zu Wochenbeginn vor der DFB-Spitze um weiteres Vertrauen in seine Arbeit warb. Dieses war ihm einvernehmlich erteilt worden. «Es ist heftig gewesen, was diese Tage passiert ist. Er kann das aber auch schlucken. Die äusserliche Kritik tut natürlich weh, haut aber in dem Sinne nicht um. Viel mehr hat man Wut bei ihm gesehen», äusserte sich Bierhoff am Freitag über Löws Gefühlswelt und seine Eindrücke.

«Wir können mit dieser Mannschaft ein Topturnier spielen», glaubt Bierhoff. Gerade auch mit Löw! Dieser werde die Mannschaft «voll engagiert» zur EM führen, sie folge ihrem Chef. Bierhoff warb vehement für die Spieler. «Ist das ein Sauhaufen? Das kann ich absolut negieren. Das sind tolle Jungs!»

Einen Freifahrtschein bis zum Vertragsende nach der Winter-WM 2022 bekam Löw von Bierhoff jedoch nicht ausgestellt. «Jogi ist lang genug im Geschäft, dass er weiss, dass er am Erfolg und am Vertrauen gemessen wird.» (dpa)

DFB-Direktor Oliver Bierhoff (r.) sagt über Trainer Löw: «Jogi weiss, dass er am Erfolg und Vertrauen gemessen wird.»(Bild: Keystone)

Fussball: Napoli benennt Stadion nach Maradona

Nach dem Tod der argentinischen Fussball-Legende Diego Maradona hat die süditalienische Stadt Neapel beschlossen, das Stadion dem früheren Spieler des SSC Neapel zu widmen. Die Arena Stadion werde von «Stadio San Paolo» in «Stadio Diego Armando Maradona» umbenannt, teilte die Stadt am Freitag mit. In dem offiziellen Akt wurde Maradona als «grösster Fussballer aller Zeiten» bezeichnet.

Nach Maradonas Tod waren hunderte Menschen trotz strenger Corona-Ausgangssperren zum Stadion und in verschiedene Teile Neapels gekommen, um zu trauern. Maradona war am Mittwoch vergangener Woche im Alter von 60 Jahren gestorben.

In Neapel ist und bleibt Maradona ein Gott: 1987 bescherte der Argentinier dem italienischen Club den ersten Meistertitel in der Geschichte. (Bild: Keystone)

Fussball: Fifa setzt sich für schwangere Spielerinnen ein

Professionelle Fussballerinnen dürfen künftig weltweit in bezahlten Mutterschutz gehen. Der Rat des Weltverbands segnete am Freitag ein entsprechendes Regelwerk ab, das für alle Ligen gilt. Demnach können die Spielerinnen unter anderem mindestens 14 Wochen in Mutterschutz gehen und dabei mindestens zwei Drittel ihres vertraglich festgelegten Gehalts bekommen. Vertragskündigungen durch die Clubs wegen der Schwangerschaft sind unzulässig und könnten auch mit sportlichen Sanktionen bestraft werden.

Fifa-Präsident Gianni Infantino sprach am Freitag während einer Video-Pressekonferenz von «wegweisenden Reformen», die Stabilität schafften. Auch für Trainer verankerte der Fifa-Rat neue Regeln, durch die Verträge rechtlich besser geschützt werden. (dpa)

Daumen hoch: Für Fifa-Präsident Infantino sind die jüngsten Entscheide «wegweisende Reformen». (Bild: Urs Jaudas)

Formel 1: Hamilton-Ersatz Russel ist der Schnellste

Lewis Hamiltons Ersatzmann George Russell ist im Training der Formel 1 zum vorletzten Saisonlauf in Bahrain prompt zwei Mal Bestzeit gefahren. Der 22 Jahre alte Brite verwies im zweiten Training Max Verstappen und Sergio Perez am Freitag auf dem erstmal genutzten Aussenkurs in Sakhir auf die Plätze zwei und drei. Die Alfa-Romeo-Fahrer Kimi Räikkönen (erstes Training: 14.; zweites Training: 12.) und Antonio Giovinazzi (15.; 13.) konnten nicht vorne mitfahren. (dpa/tmü)

Rad: Neuer Name für das Team von Marc Hirschi

Der Radsport-Rennstall Team Sunweb wird im nächsten Jahr unter einem neuen Namen und mit neuen Teamfarben an den Start gehen. Aufgrund einer «führenden strategischen Partnerschaft» mit dem Chemiekonzern Royal DSM wird der Rennstall künftig Team DSM heissen, wie am Freitag bei einer digitalen Pressekonferenz verkündet wurde. Das niederländische Tourismus-Unternehmen Sunweb soll trotzdem Partner bleiben. Statt wie bisher in Weiss, Rot und Schwarz sollen die Radsport-Profis künftig in schwarzen Trikots mit hellblauen Streifen an den Start gehen.

Als Star des Teams gilt der Schweizer Marc Hirschi. Der 22 Jahre alte Etappensieger der Tour de France war am Freitag aus Gran Canaria zugeschaltet, wo er sich derzeit auf die neue Saison vorbereitet. «2021 will ich mich weiter verbessern. Ich werde mich auf die harten Klassiker vorbereiten und würde gerne eine der grossen Rundfahrten bestreiten», sagte Hirschi. (dpa)

Fussball: Lotomba und Ndoye erhalten neuen Coach

Einen Tag nach der 2:3-Niederlage in der Europa League gegen Bayer Leverkusen hat sich OGC Nice von Trainer Patrick Vieira getrennt. Das teilte der französische Erstligist am Freitag auf seiner Homepage mit. Somit erhalten die beiden Schweizer Dan Ndoye und Jordan Lotomba einen neuen Trainer.

Mit nur drei Punkten nach fünf Spieltagen in der Gruppe hatte der französische Fussball-Weltmeister von 1998, der OGC im Sommer 2018 übernommen hatte, die K.o.-Phase des Wettbewerbs mit Nizza klar verpasst. Zum Nachfolger des 44-Jährigen ernannten die Franzosen den bisherigen Co-Trainer Adrien Ursea, der das Team erstmals beim Auswärtsspiel in Reims am Wochenende betreuen soll. (nih/dpa)

Motorsport: MotoGP-Pilot Marquez fällt monatelang aus

Motorrad-Pilot Marc Marquez ist in Madrid zum dritten Mal am rechten Arm operiert worden. Das bestätigte Arbeitgeber Honda am Freitag in einer kurzen Mitteilung. Der 27-jährige Spanier steht nun vor einer monatelangen Genesung und wird nach ersten Einschätzungen die Testfahrten im Winter verpassen. Auch die Teilnahme am Saisonstart im März ist in Gefahr. Die Experten rechnen mit einer etwa sechsmonatigen Pause.

Die dritte Operation des gebrochenen Oberarms war die bisher komplizierteste. Bei einem achtstündigen Eingriff wurde dem achtmaligen Weltmeister ein Knochen transplantiert. Zudem nahmen die Ärzte die im Juli eingesetzte Titanplatte heraus und ersetzten sie durch eine neue.

In der abgelaufenen Saison hatte sich Marquez beim Saisonauftakt im Juli den rechten Oberarm gebrochen. Nach einem gescheiterten Comeback-Versuch nur wenige Tage nach dem Eingriff übernahm der deutsche Honda-Testpilot Stefan Bradl die Werksmaschine des Titelverteidigers und sprang bis Saisonende als Ersatzpilot ein. (dpa)

Fussball: Pelé verabschiedet sich von Maradona

Gut eine Woche nach dem Tod Diego Maradonas hat Brasiliens Fussball-Legende Pelé seinem einstigen Freund und Rivalen einen bewegenden Abschiedsbrief geschrieben. «Du warst ein Genie, das die Welt verzaubert hat. Ein Magier mit dem Ball am Fuss. Eine wahre Legende», schrieb der 80-Jährige auf Instagram. «Aber vor allem wirst du für mich immer ein grossartiger Freund sein, mit einem noch grösseren Herzen», schrieb Pelé an Maradona, der am 25. November im Alter von 60 Jahren in seinem Heimatland Argentinien an einem Herzinfarkt gestorben war.

«Mein grosser Freund, ich danke dir sehr für unsere ganze gemeinsame Reise. Eine Tages werden wir im Himmel in einer Mannschaft spielen», schrieb Pelé, wie Maradona einer der grössten Fussballer der Geschichte. Dort werde er dann seine Faust auf dem Spielfeld triumphierend in die Luft stossen – ohne damit ein Tor zu bejubeln. Was er ihm wegen des plötzlichen Todes nicht mehr sagen konnte, bedauerte Pelé, das wolle er seinem Freund nun einfach schreiben: «Ich liebe dich, Diego.» (dpa)

Basketball: Lakers verlängern mit James und Davis

Die Los Angeles Lakers haben die Vertragsverlängerungen mit den Stars LeBron James und Anthony Davis offiziell bekanntgegeben. Angaben zu den Laufzeiten machte der NBA-Meister am Donnerstag keine. «LeBron hat 2018 sein Vertrauen in die Lakers gesetzt. Nun ebnet diese Vertragsverlängerung den Weg für LeBron, um sein Vermächtnis bei den Lakers zu verfestigen», wurde Manager Rob Pelinka in einer Mitteilung zitiert. Über Davis sagte er: «Die Lakers-Fans können AD nun weiter dabei zusehen, wie er wächst und unser Franchise in den kommenden Jahren führen wird.»

US-Medien hatten zuvor berichtet, dass James sich mit den Lakers auf eine Verlängerung um zwei Jahre geeinigt habe und damit insgesamt noch drei Jahre bis 2023 bleibe. Mit Davis einigte sich das Team von Nationalspieler Dennis Schröder demnach auf einen Fünfjahresvertrag mit einem Gesamtvolumen von 190 Millionen US-Dollar. Davis, mit seinen 27 Jahren deutlich jünger als der bald 36 Jahre alte James, hätte auch zu einem anderen Team gehen können, wird bei den Lakers aber als wichtigster Profi der Zukunft gesehen. (dpa)

Eishockey: Der neue SCB siegt beim Kogler-Debüt gegen den EVZ

Viel anspruchsvoller als mit einem Auswärtsspiel in Zug hätte die National-League-Premiere für den neuen Trainer des SCB, Mario Kogler, nicht ausfallen können. Aber die Berner wussten bei seinem ersten Auftritt zu gefallen, agierten gradliniger, strukturierter, stabiler und bissiger als in den letzten Wochen.

Kogler holte erwartungsgemäss Calle Andersson, der bei Nachbaur in Ungnade gefallen war, ins Team zurück. Erstmals überhaupt spielte zudem Simon Sterchi, da dem SCB im Sturm neben Thomas Rüfenacht auch Vincent Praplan fehlte. Und das hatte direkte Folgen. Zunächst liess sich der Sohn von SRF-Sportreporter Christoph Sterchi zwar eine unnötige Strafe zu Schulden kommen, doch als diese abgelaufen war und er aufs Eis zurückkehrte, enteilte der 26-Jährige mit dem Puck und markierte doch tatsächlich den Führungstreffer (17.). Es war zugleich das erste National-League-Tor von Sterchi.

SCB-Coach Mario Kogler holte in seinem ersten Spiel gleich Punkte. (Foto: Freshfocus)

Und der EVZ? Der kam mit seiner ersatzgeschwächten Equipe lange überhaupt nicht auf Betriebstemperatur. Doch im Schlussdrittel begannen die Zuger dann doch noch aufs Gaspedal zu drücken und prompt liess der Ausgleich nicht lange auf sich warten. Jan Kovar traf via dem Schoner von Goalie Philipp Wüthrich zum fünften Mal in dieser Saison.

Brithén mit dem Schuss ins Glück

Der SCB fiel nach dem Ausgleich ein wenig in alte Fahrwasser zurück und wankte. Aber er fiel nicht, sondern rettete sich mit vereinten Kräften in die Verlängerung. Und in dieser stellte Ted Brithén mit einem platzierten Schuss den unerwarteten Sieg sicher.

Viel besser hätte die Premiere von Mario Kogler nicht ausfallen können. Viel Zeit, um sich über das Erfolgserlebnis zu freuen, bleibt aber nicht. Bereits am Freitagabend treffen der SCB und Zug erneut aufeinander, dieses Mal in Bern. Die Mutzen haben zwar Selbstvertrauen getankt, aber der EVZ dürfte geladen sein. (mal)

Resultate: Zug - Bern 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:1) n.V. Davos - Rapperswil-Jona Lakers 4:2 (1:0, 0:2, 3:0).

Rangliste: 1. ZSC Lions 29. 2. Lausanne 28. 3. Fribourg-Gottéron 24. 4. Zug 23. 5. Genève-Servette 22. 6. Lugano 20. 7. Rapperswil-Jona Lakers 17. 8. Biel 15. 9. Bern 15. 10. Ambri-Piotta 14. 11. Davos 13. 12. SCL Tigers 8.

Schwimmen: Mamié mit Schweizer Rekord

Lisa Mamié hat ihren eigenen Schweizer Rekord über 50 m Brust verbessert. Die 22-jährige Zürcherin schlug bei einem Meeting in Rotterdam in 31,20 Sekunden an. Mamié war damit drei Hundertstelsekunden schneller als im August in Rom, wo sie ihre alte Bestmarke aufstellte. (heg)

Unihockey: Höchste Ligen wollen Mitte Januar weitermachen

In der Nationalliga A der Frauen und Männer wird am Wochenende vom 9./10. Januar die Vorrunde der Qualifikation fortgesetzt. Dies teilte der Schweizer Verband mit. Nach der Vorrunde kommt es dann zu keiner Rückrunde, sondern zu einer Master Round bzw. Challenge Round. Dieser Modus ermöglicht den Teams zusätzliche entscheidende Spiele nach der Vorrunde und vor den Playoffs. Eine komplette Rückrunde hätte nicht mehr im Spielplan untergebracht werden können. Für alle anderen Ligen wurden laut dem Verband Szenarien für eine Wiederaufnahme erstellt, sobald dies wieder möglich ist. (lai)

Fussball: Mehmedi fällt vier Wochen aus

Der VfL Wolfsburg kann dieses Jahr nicht mehr auf den Schweizer Admir Mehmedi zurückgreifen. Der Mittelfeldspieler leidet unter Problemen an der Achillessehne. Nach aktuellem Stand muss der 29-Jährige bis zum Jahresende pausieren. In der laufenden Bundesliga-Saison kam Mehmedi bislang in jeder Partie zum Einsatz und sammelte zwei Assists. (lai)

Mehmedi muss pausieren. (Foto: Keystone)