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Jugendliche Transgender«Niemand freut sich, wenn er merkt, dass er transgender ist»

Auch in der Schweiz nimmt die Nachfrage nach Pubertätsblockern bei Teenagern zu. Dagmar Pauli von der Transgender-Sprechstunde in Zürich erklärt die Hintergründe.

Im Spielfilm «About Ray» (2015) erkämpft sich die 16-jährige Ray (Elle Fanning) das Recht, ein Mann zu sein.
Im Spielfilm «About Ray» (2015) erkämpft sich die 16-jährige Ray (Elle Fanning) das Recht, ein Mann zu sein.
Foto: AF archive (Alamy)

Ein Gerichtsentscheid in England schreibt vor, dass nur noch Richter über eine Behandlung mit Pubertätsblockern bei Jugendlichen entscheiden dürfen. Was halten Sie davon?

Bei diesem Urteil wurden sehr komplexe Fragen sehr formal beurteilt. Den Richtern ging es nur um die Frage, ob so junge Menschen in einen solchen Entscheid überhaupt einwilligen können. Das ist für uns auch wichtig, aber wir müssen auch einbeziehen, welches Leid in Kauf genommen wird, wenn man keine Pubertätsblocker gibt.

Im Urteil heisst es, die meisten Jugendlichen, denen man Pubertätsblocker gibt, machen dann auch mit Hormonbehandlungen weiter. Wie ist das in der Schweiz?

Die englischen Richter bezogen sich bei ihrem Urteil auf Studien aus Holland. Aus Vergleichsstudien wissen wir aber, dass Jugendliche in der Schweiz und England in der Regel älter sind, nämlich 16 im Durchschnitt, wenn sie Behandlung suchen. Auch bei uns fahren aber die meisten mit Hormonen fort, wenn auch nicht alle.

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