Rapperswil

Keine Hundehaare mehr im Kino

Das Experiment Haustiere im Kino sei geglückt, sagen die Betreiber der Kinoevent GmbH. Trotz den über 40 Tieren im Saal habe es nicht mehr Flecken gehabt als sonst.

Zwei- und Vierbeiner auf dem Weg ins Kino:  Das Kino Leuzinger wagte am Mittwochabend ein Experiment.

Zwei- und Vierbeiner auf dem Weg ins Kino: Das Kino Leuzinger wagte am Mittwochabend ein Experiment. Bild: Michael Trost

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Die Hunde haben die Kino­sessel verlassen, der Saal ist frisch geputzt. Bereits gestern Nachmittag war das Kino Leuzinger in Rap­pers­wil wieder bereit für gewöhnliche Kinobesucher. Am Tag nach dem tierischen Kino­abend zieht Christian Meier, Inhaber der Kinoevent GmbH, eine positive Bilanz: «Wir sind sehr zufrieden – es war eine rundum gelungene Vorpremiere.» Er habe seitens der Kinobesucher ausschliesslich positive Reaktionen vernommen. «Alle fanden es lässig.» Mehrmals sei er gefragt worden, ob eine Wiederholung geplant sei. Zunächst werde man den Abend mit allen Beteiligten auswerten. Sicher sei aber: Einen solchen Anlass von nun an jeden Monat durchzuführen, sei nicht vorgesehen.

Hunde blieben friedlich

Kleinere Hunde sind im Kino Leu­zinger aber weiterhin erlaubt: Dass Kinobesucher ein Hünd­chen in der Hand- oder Trag­tasche mitbringen würden, komme immer wieder mal vor, sagt Meier. Dies sei kein Problem – das Hündchen in der Tasche sei heutzutage ja «fast schon so ­etwas wie ein Accessoire.» Der Abend sei bis zuletzt ohne Zwischenfälle verlaufen, sagt Meier. Die Hunde hätten den Film über friedlich auf ihren Plätzen oder am Boden liegend verbracht. «Wenn der Halter einen guten Bezug zu seinem Tier hat und weiss, was er ihm zumuten kann, ist ein gemeinsamer Kinobesuch völlig unproblematisch», resümiert er.

Auch in puncto Sauberkeit ­sorgte das Kino-Experiment nicht für böse Überraschungen: «Der Kino­saal war am Ende nicht schmutziger als nach einer gewöhnlichen Vorstellung», sagt Meier. Glaceverschmierte Kinosessel seien da weitaus schlimmer. Und die Tierhaare habe man mit den starken Staubsaugern, die man nach jeder Vorstellung verwende, ruckzuck entfernt. Dafür brauchte es nicht einmal spezielles Equipment, sagt Meier: «Mit unseren Geräten reinigen wir den Kinosaal in zehn Minuten vom Schmutz und Abfall von jeweils 200 Kinobesuchern.» Nicht einmal Popcorn sei nach der tierischen Vorstellung liegen geblieben: Was die Zuschauer versehentlich auf dem Kinositz verstreuten, an dem taten sich die Hunde gütlich. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.07.2016, 17:55 Uhr

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