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Aus und vorbei – die Schweiz scheidet aus

Das Team von Patrick Fischer scheitert im Olympia-Achtelfinal in der Verlängerung an Erzrivale Deutschland.

Lange Gesichter: Captain Rafael Diaz und die Schweizer Hockeyaner reisen nach einer schmerzhaften Niederlage gegen Deutschland nach Hause.
Lange Gesichter: Captain Rafael Diaz und die Schweizer Hockeyaner reisen nach einer schmerzhaften Niederlage gegen Deutschland nach Hause.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Ruhe vor dem Sturm: Im Achtelfinal gegen Erzrivale Deutschland steht viel auf dem Spiel. Seit über einem halben Jahrhundert warten die Eidgenossen auf einen Sieg gegen die Nachbarn aus dem Norden.
Ruhe vor dem Sturm: Im Achtelfinal gegen Erzrivale Deutschland steht viel auf dem Spiel. Seit über einem halben Jahrhundert warten die Eidgenossen auf einen Sieg gegen die Nachbarn aus dem Norden.
Harry How/Getty Images)
Schmerzhaftes Olympia-Aus: Das Eishockey-Nationalteam scheidet an den Winterspielen in Pyeongchang wie bereits vor vier Jahren in Sotschi in den Achtelfinals aus. Jonas Hiller gibt daraufhin seinen Nati-Rücktritt bekannt.
Schmerzhaftes Olympia-Aus: Das Eishockey-Nationalteam scheidet an den Winterspielen in Pyeongchang wie bereits vor vier Jahren in Sotschi in den Achtelfinals aus. Jonas Hiller gibt daraufhin seinen Nati-Rücktritt bekannt.
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Von einer Medaille hatten die Schweizer und ihr Trainer Patrick Fischer gesprochen. Davon waren die Schweizer nicht erst in den Achtelfinals weit entfernt. Das Team von Patrick Fischer verliert gegen Deutschland 1:2 nach Verlängerung. So wurde das Turnier von Pyeongchang zu einer der bittersten Niederlagen für das Schweizer Eishockey in der Neuzeit und für Trainer Fischer die bitterste Pleite in seiner zweijährigen Karriere als Trainer des Nationalteams.

Nach nur 26 Sekunden der Verlängerung schoss Yannic Seidenberg die Deutschen in den Viertelfinal am Mittwoch gegen Schweden, den ersten seit 16 Jahren an Olympischen Spielen. Der Sieg des Erzrivalen war verdient, Deutschland hatte mit Ausnahme des Mitteldrittels mehr vom Spiel. Die Schweizer enttäuschten erneut und fanden gegen den kompakt verteidigenden Gegner kein Rezept.

Sträflicher Fehlstart

Bereits begonnen hatte die Partie aus Schweizer Sicht miserabel. Nach nur neun Sekunden wurde Cody Almond nach einem unnötigen Check gegen den Kopf mit einem Restausschluss unter die Dusche geschickt. Die Deutschen nutzten die Fünfminutenstrafe prompt zur frühen Führung durch Leonhard Pföderl. Weniger gut machten es die Schweizer, die in der Folge drei Strafen gegen Deutschland nicht ausnützen konnten.

Übermütiger Auftakt: Cody Almond wird nur neun Sekunden nach Anpfiff wegen eines Ellbogen-Checks gegen den Kopf von Verteidiger Ehrhoff unter die Dusche geschickt. (Quelle: SRF)

Die Partie wurde zur erwartet umkämpften Angelegenheit. Nach dem missglückten Auftakt kamen die Schweizer – allerdings erst im zweiten Drittel – langsam besser ins Spiel. In der 24. Minute erzielte schliesslich Simon Moser nach einem Abpraller und mit seinem zweiten Treffer an diesem Turnier den zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich zum 1:1.

Erlösender Ausgleich: Simon Moser lässt das Netz zum längst fälligen Ausgleichstreffer zappeln. (Quelle: SRF)

Sudden Death

Im letzten Abschnitt bauten die Schweizer aber wieder ab. 6:12 lautete das Schussverhältnis zu Ungunsten der Schweiz in den letzten 20 Minuten. Und in der Verlängerung versetzten die Deutschen den Schweizern gleich mit dem ersten ernsthaften Angriff den K.o.-Schlag.

Vor vier Jahren hatte eine 1:3-Niederlage gegen Lettland das frühzeitige Aus in den Achtelfinals für das Team des damaligen Trainers Sean Simpson bedeutet. Gegen die im Vergleich mit den Letten stärker einzustufenden Deutschen erlitten die Schweizer aber unter Patrick Fischer eine noch bittere Niederlage.

Olympia-Fluch

Bereits das letzte K.o.-Spiel gegen Deutschland, an der WM 2010 in Mannheim, hatten die Schweizer verloren (0:1). An Olympischen Spielen müssen die Schweizer weiter auf den ersten Sieg gegen den nördlichen Nachbarn seit 1952 warten. Damals gewannen die Schweizer in Oslo 6:3.

Schweiz - Deutschland 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1) n.V.

3300 Zuschauer. - SR Hribik/Öhlund (CZE/SWE), McIntyre/Sormunen (USA/FIN). Tore: 2. Pföderl (Hördler, Hager/Ausschluss Almond) 0:1. 24. Moser (Suter, Ambühl) 1:1. 61. (60:26) Seidenberg 1:2. Strafen: 2mal 2 Minuten plus 5 Minuten (Almond) plus Spieldauer (Almond) gegen die Schweiz, 6mal 2 Minuten gegen Deutschland. Schweiz: Hiller; Diaz, Furrer; Blum, Untersander; Geering, Schlumpf; Loeffel; Almond, Schäppi, Ruefenacht; Ambühl, Suter, Moser; Praplan, Haas, Hollenstein; Bodenmann, Corvi, Scherwey; Herzog. Deutschland: Aus den Birken; Boyle, Ehrhoff; Moritz Müller, Seidenberg; Jonas Müller, Hördler; Krupp; Mauer, Ehliz, Fauser; Goc, Wolf, Noebels; Hager, Schütz, Pföderl; Macek, Kink, Plachta; Kahun. Bemerkungen: Schweiz ohne Genoni (Ersatztorhüter), Du Bois, Hofmann und Stephan (alle überzählig). - Schüsse: Schweiz 21 (8-7-6-0); Deutschland 25 (5-6-12-2). - Powerplay: Schweiz 0/5; Deutschland 1/3.

SDA/nos

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