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Erfolgsrezept aus der Fusionsküche

Ab sofort ist die zweite Generation des Renault Koleos auf dem Markt. Der stattliche SUV hat in allen Belangen deutlich zugelegt.

Der erste Renault Koleos war nicht gerade ein Volltreffer. Der etwas unglücklich gestaltete SUV von 2008 basierte auf einer Samsung-Plattform – richtig gelesen, Samsung, die bauen nicht nur Smartphones und TV-Geräte. Nun bringt Renault die komplett neue, zweite Generation auf den Markt. Auch sie basiert wiederum auf asiatischer Technik, dieses Mal allerdings vom japanischen Konzernpartner Nissan. Gebaut wird der Koleos weiterhin in Südkorea, die Hauptmärkte sind in Asien zu finden.

Schon von aussen ist klar, dass Renault mit dem neuen Koleos deutlich höhere Ansprüche hat. Sein Design wurde gemeinsam mit dem Talisman gezeichnet, und genau wie die schmucke Limousine siedelt sich der Koleos im D-Segment an. Die markanten LED-Haken in der Front und die zusammenlaufenden LED-Streifen am Heck sind typische Merkmale für die aktuelle Designsprache von Laurens van den Acker. Es ist jedoch zu befürchten, dass diese Attribute mit der Zeit an Faszination verlieren – on verra.

Der Innenraum ist eine Mischform der Modelle Espace und Talisman, mit einem klar strukturierten Cockpit inklusive hochformatigem Touchscreen für das moderne Infotainmentsystem, mit angenehmen Materialien und guten Platzverhältnissen auf allen Plätzen. Anders als der Nissan X-Trail, auf dem der neue Koleos basiert, bieten die Franzosen den SUV nur mit fünf Sitzen an, auf eine dritte Sitzreihe wird verzichtet. Renault begründet das einerseits damit, dass der Koleos als Siebensitzer zwingend an Eleganz verloren und die Passagiere im Fond an Raum eingebüsst hätten. Andererseits bieten die Franzosen mit dem Grand Scenic und dem Espace bereits zwei Modelle mit sieben Sitzen an.

Die Plattform, die Antriebsstränge und auch der Allradantrieb stammen wie erwähnt vom Nissan X-Trail. Damit ist der ­Koleos mit bewährter Technik unterwegs, und mit der Kombination aus Dieselmotor, Automatikgetriebe und 4×4 ist er wie massgeschneidert für die Schweiz. Wer jedoch einen Benziner will, wird sich nach einem anderen Modell umsehen müssen – vorerst wird der Koleos ausschliesslich mit einem 1,6-Liter- und einem 2-Liter-Selbstzünder angeboten. Diese sind mit 130 und 177 PS sowie 320 respektive 380 Newtonmeter Drehmoment absolut ausreichend für den 4,67 Meter langen, 1,84 Meter breiten und 1,68 Meter hohen SUV. Der 1,6-Liter wird ausschliesslich mit Frontantrieb und manuellem Sechsganggetriebe angeboten, der 2-Liter ist auch mit dem stufenlosen CVT-Getriebe X-Tronic und mit Allradantrieb erhältlich.

Freilich ist das Angebot an Assistenzsystemen auf einem aktuellen Stand – heraus sticht der Koleos diesbezüglich aber nicht. Auch betreffend Komfortfeatures ist der SUV gut, aber nicht üppig ausgestattet: ein Head-up-Display oder Massagesitze sucht man vergebens, auch in der neuen Topversion Initiale Paris. Eine elektrisch öffnende Heckklappe und eine auf Knopfdruck ausfahrbare Anhängerkupplung sind optional verfügbar.

Der neue Renault Koleos ist ab sofort auf dem Schweizer Markt erhältlich. Das Einstiegsmodell kostet ab 33‘900 Franken, die hierzulande besonders interessante Topvariante Initiale Paris mit Allradantrieb und CVT-Automatik ist ab 48‘800 Franken zu haben. Eine spannende Variante ist das bis Ende Jahr angebotene Sondermodell Edition One ab 45‘900 Franken mit einem Kundenvorteil von 1850 Franken.

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