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Wieder frisch und munter

Der Hyundai Santa Fe wurde in diesem Jahr überarbeitet. Der mittelgrosse SUV wirkt noch immer modern und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Geräumig, vielseitig und adrett: Der überarbeitete Hyundai Santa Fe überzeugt nicht nur mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis und guten Garantieleistungen.
Geräumig, vielseitig und adrett: Der überarbeitete Hyundai Santa Fe überzeugt nicht nur mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis und guten Garantieleistungen.

Eine neu gekaufte Kommode nach Hause transportieren? Kein Problem. Mal eben zu siebt einen Ausflug machen? Klar doch. Durchs enge Parkhaus manövrieren, ohne ins Schwitzen zu kommen? Auch das geht im Hyundai Santa Fe. Der mittelgrosse SUV wurde aufgefrischt und bietet erstaunlich viel fürs Geld.

Der koreanische Autobauer ist bekannt für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für eine solide Qualität und in letzter Zeit auch für ein ansprechendes Design. All das bietet auch die seit 2012 angebotene und nun überarbeitete dritte Generation des Santa Fe. Doch bei den Antrieben haben die Koreaner nach wie vor einen Rückstand auf die europäischen Hersteller. Der 2,2-Liter-Diesel, den wir im Santa Fe in Kombination mit einer Sechsgangautomatik fuhren, ist da aber eine löbliche Ausnahme.

Der Selbstzünder mit Common-Rail-Einspritzung und Turbolader mit variabler Schaufelgeometrie läuft geschmeidig und kultiviert, beschleunigt ansprechend und ist über einen breiten Drehzahlbereich durchzugsstark. Seine Leistung wurde um 3 auf 200 PS gesteigert. Viel wichtiger aber: Das ebenfalls leicht gesteigerte Drehmoment von nun 440 Newtonmetern steht über einen breiteren Drehzahlbereich (1750 bis 2750 Umdrehungen) zur Verfügung. Der Selbstzünder hat damit ausreichend Kraftreserven in jeder Fahrsituation.

Die Sechsgangautomatik agiert dezent und stets souverän im Hintergrund. Wer etwas mehr Spritzigkeit will, schaltet in den Sportmodus – unserer Meinung nach ist das aber ein unnötiges Feature für ein solches Fahrzeug. Auch die Lenkung bietet drei unterschiedliche Modi, was sicher einige Fahrer zu schätzen wissen werden.

Der Santa Fe wird in der Schweiz ausschliesslich mit Allradantrieb angeboten – das macht sicher Sinn. Im Normal­betrieb werden ohnehin 100 Prozent der Antriebskraft auf die Vorderräder geleitet, das spart Treibstoff; mit einem Normverbrauch von 8 Litern und einem von uns gemessenen Durchschnitt von 9,2 Litern ist der Koreaner diesbezüglich aber nicht gerade vorbildlich.

Wann immer nötig, leitet das System über eine elektromagnetisch gesteuerte Mehrscheibenkupplung am hinteren Differenzial bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterräder. Der Allrad­antrieb lässt sich unterhalb von 40 km/h auf Knopfdruck auch zu einer starren Kraftverteilung (50:50) sperren, was bei besonders rutschigen Bedingungen oder im Gelände Vorteile bringt. Gleichzeitig kann das Allrad­system unerwünschte Traktionskräfte sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse verringern und dadurch Über- oder Untersteuern des Fahrzeugs reduzieren.

Auf der Strasse ist der Santa Fe ein echter Gentleman. Er federt grosszügig, wirkt aber nicht schwammig und ist trotz der grossen Aussenmasse übersichtlich. Uns überrascht, wie frisch sich der grosse SUV anfühlt, obwohl er schon einige Jahre auf dem Markt ist. Das Interieur ist modern, ansprechend gestaltet und solide verarbeitet. Man sitzt bequem, die Sitze im Fond lassen sich einfach umklappen oder verschieben, der Zustieg zur dritten Reihe ist einigermassen komfortabel. Freilich sitzen zuhinterst nur Kinder bequem.

Mit einer Reihe von neuen Assistenzsystemen (Toter-Winkel-Warner, automatisches Notbremssystem, Tempomat mit Distanzregelung, 360-Grad-Kamera) und der ohnehin guten Grundausstattung ist der Hyundai Santa Fe ein attraktives Angebot in seinem Segment. Der Preis der von uns gefahrenen Topversion Vertex ab 50'690 Franken überzeugt ebenso wie auch die tolle Garantieleistung von fünf Jahren ohne Kilometerbegrenzung.

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