Kolumne

Ab sofort bitte nur noch SVB benutzen

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Der Stadtverbesserer hat im vergehenden Jahr ­bemerkt, dass wichtige Dinge je länger, desto mehr nur noch in Abkürzungen genannt werden. Wie wir früher als Kinder in Geheimsprachen redeten. USR III etwa. Dahinter verbirgt sich nicht nur eine Steuer­reform, sondern es geht um das Überleben des Landes, um das Überleben der Wirtschaft im Lande, kurz: Es geht ums Ganze.

Auch in Winterthur machen Abkürzungen die Runde, die vor wenigen Jahren noch kaum jemand brauchte. DSU? Departement Sicherheit und Umwelt, das Reich der Stadtpolizisten und von Stadträtin Günthard. ISR? Keine Terrormiliz! Das steht für Integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule. Und ALB war in Winterthur zwar der grosse Albtraum der letzten Jahre, heisst aber im Grunde: Asiatischer Laubholzbockkäfer.

SVB = Stadt-Ver-Besserer!

So hat sich denn der Stadtverbesserer gedacht, auch er würde wohl seine Aufgabe noch wirkungsvoller wahrnehmen können, würde er über eine griffige Abkürzung verfügen. Gedacht, getan: SVB, Stadt-Ver-Besserer! Doch war das klug?Der Stadtverbesserer ist nicht der erste, der SVB für sich entdeckte. ­Zuvorgekommen sind ihm der Schweizerische Verband der Bestattungsdienste, die Segler-Vereinigung Bottighofen und der Spezialversand für Yacht- und Bootszubehör aus Deutschland.

Doch was solls. Missverständnisse dieser Art gibts überall. In manchen Gemeinden der Region beispielsweise. «Heute Abend GV» wird da und dort geworben. Für die politisch Hyperaktiven ist klar, dass es sich um einen Aufruf zur Gemeindeversammlung handelt. Die meisten aber denken an was anderes. (Der Landbote)

Erstellt: 29.12.2016, 11:03 Uhr

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