Kolumne

Das Vertrauen ist weg

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Man muss es so deutlich sagen: Was die Pensionskasse der Stadt Winterthur und der Stadtrat gestern auf den Tisch legten, ist ein Dokument des Versagens. Die verselbstständigte Pensionskasse steht wieder so schlecht da wie 2013, als die Stimmberechtigten von Winterthur einer grosszügigen Sanierung zustimmten. Und der Stadtrat legt einen Sanierungsplan vor, der mehr als nur das auffrisst, was man mühsam gespart zu haben glaubte.

Dass nun nochmals hoher Betrag fällig wird, dafür fehlt der Bevölkerung wohl das Verständnis.

Es mag Erklärungen und Entschuldigungen geben wie den Frankenentscheid der Nationalbank, das Tiefzinsniveau, die steigende Lebenserwartung, die schlechte Rendite der Anlagen. Doch das wird die Stimmberechtigten, wenn sie noch einmal über die Sanierung der Pensionskasse abstimmen müssen, wenig interessieren. Sie werden sagen: Wir haben schon 2013 über 170 Millionen Franken bewilligt in der Meinung, das reiche aus. Dass nun nochmals ein ebenso hoher Betrag fällig wird, dafür fehlt wohl das Verständnis. Das Vertrauen in die Verantwortlichen ist derzeit völlig weg.

Und doch muss eine Lösung her, das ist klar. Dafür aber ist es nötig, dass nicht nur Erklärungsversuche abgegeben, sondern auch Fehler und Versäumnisse eingestanden werden. Das Stimmvolk hat den Versprechen einmal geglaubt, für ein zweites Ja braucht es volle Ehrlichkeit.

(Der Landbote)

Erstellt: 24.03.2017, 10:29 Uhr

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