Landluft

Der Biber beisst sich durch

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Während sich der Winterthurer Buddha in der Stadt weiterhin seines ungeklärten Daseins erfreut und niemand genau weiss, worauf er eigentlich wartet, graben sich die Biber auf dem Lande von Norden Richtung Süden vor. Im Weinland, das als ihr Stammland gilt, ist ihnen die innere Verdichtung definitiv zu weit fortgeschritten. Wem würde es schliesslich nicht eng werden, wenn er sich 166 Quadratkilometer mit 92 anderen Familien teilen müsste. Dichtestress!

Unter diesem Gesichtspunkt ­betrachtet ist es vielleicht besser, dass sich die Wiesendanger an der Gemeindeversammlung dazu entschlossen haben, keine zwei Bäume zur Verkehrsberuhigung aufzustellen. Diese wären vermutlich ohnehin den Bibern bald wieder zum Opfer gefallen.

Ja gut. Die Wiesendanger fürchteten sich im Endeffekt weniger vor den Bibern als vielmehr vor dem ewigen Zusammenwischen des Laubes, das die Bäume im Herbst abwerfen. Kurz gesagt, dass sie das eines Tages in den finanziellen Ruin treiben würde.

Während die Wiesendanger jeden Franken umdrehen, werfen die Elliker das Geld dafür gern zum Fenster hinaus. Sie bezahlen 90 000 Franken, um zu erfahren, wie das Alterszentrum in Seuzach modernisiert werden soll. Dann entscheiden sie: Nein, das wollen wir nicht, und treten aus dem Zweckverband aus.

Dabei vergessen die Elliker eines. Pensionäre lieben Tiere. In Zell weiss man das. Dort grasen Alpakas neben dem Pflegeheim Im Spiegel. Da wäre es doch auch für Elliker Pensionäre nur recht und billig, wenn sie sich vom Fenster des Alterszen­trums in Seuzach aus ab und zu an einem vorbeischwimmenden Biber erfreuen dürften. Und wenn die Tierchen, die den Sprung in die Töss bereits geschafft haben, dann in Winterthur ankommen, werden sie vom Riesenbuddha lächelnd empfangen. Und wir wissen endlich, worauf der Weise so lange gewartet hat. Hoffentlich mögen Biber kein Styropor! (Landbote)

Erstellt: 30.11.2017, 14:45 Uhr

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