Kolumne

Die Zehnernote im Winti-Test

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Die neue Zehnernote ist da, nun wird sie von allen analysiert: Schön genug? Gross genug? Sicher genug? Den Stadtverbesserer interessiert am Papier vor allem eines – der Winterthurer Lokalbezug.

Just darüber aber scheinen sich die Macher in Bern kaum Gedanken gemacht zu haben. Zunächst ist die Note gelb anstatt rot-weiss. Und als Thema wurde, etwas gar philosophisch, die Zeit gewählt, wo man doch hätte den FCW oder berühmte Winterthurer nehmen können.

Schliesslich hatte Winterthur die Geldautonomie, bis die Stadt 1467 an die Zürcher verpfändet wurde

Doch Personen sind ja nicht mehr opportun, also bleibt es dabei: Nie brachte es unser geliebter Jonas Furrer auf ein Notenpapier, und ebenso wenig Beni Thurnheer und Göpf Egg. Früher waren die Banknoten übrigens sowieso besser. Wie sich die Älteren erinnern, liess sich bei der Fünfzigernote von 1956 mit geschicktem Falten ein Penis samt Eichel zum Vorschein bringen – das soll mir bei der neuen Zehnernote einmal einer zeigen!

Doch schauen wir uns die neuen Illustrationen an. Der Globus auf der Vorderseite scheint fehl am Platz, so gross ist Winterthur ja dann doch nicht, und auch der Tunnel auf der Rückseite ist deplatziert, es sei denn, es wäre der Heiligbergstollen. Aber oho: Die Dirigentenhände verweisen unzweifelhaft aufs Musikkollegium, und das Uhrwerk stellt gewiss den Bezug zum Stadtspielwerk am Merkurplatz her. Fehlen nur noch das Semper-Stadthaus und der doppeltöckige Veloständer.

Falls nun jemand einwenden sollte, solcher Lokalpatriotismus sei hier unangebracht, halte ich dagegen. Schliesslich hatte Winterthur die Geldautonomie, bis die Stadt 1467 an die Zürcher verpfändet wurde – wieso soll das nun ganz vorüber sein?

Bilanz: Die Note könnte durchaus winterthurerischer sein. ­Bevor der Stadtverbesserer nun das Bundesgeld aufgibt und zum Eulachtaler wechselt, wartet er aber noch die neue Tausendernote ab.

(Der Landbote)

Erstellt: 11.10.2017, 15:30 Uhr

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