Kolumne

Doppelt abgeschleppt hält besser

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So. Jetzt ist es passiert. Zwei Tage nach meinem 30. Geburtstag habe ich ein Auto kaputtgefahren. Keine Sorge, es ist nichts Schlimmes passiert, alle sind heil. Die Kupplung war eh schon durch – heisst es zumindest. Aber ich weiss schon was Sie jetzt denken: Wieso lässt man Lara Stoll auch Autofahren? Darf die das überhaupt? Hat die nicht vor einigen Jahren über ihre miserablen Fahrradfahrkünste kolumniert?

Richtig, richtig und richtig. Aber, Zürich hat mich mittlerweile zu einer guten Radfahrerin gemacht, das ist allerdings auch nicht weiter schwierig, da in Zürich diesbezüglich Anarchie herrscht und jeder sowieso fährt wie er will: Auf dem Trottoir, mit oder ohne Begleitperson auf dem Gepäckträger, mit oder ohne Licht, mit oder ohne Halt bei rotem Lichtsignal.

Wieso lässt man Lara Stoll auch Autofahren? Darf die das überhaupt?

Meine Wenigkeit natürlich ausgenommen! Höchstens mal auf dem Trottoir. Aber zurück zum Vorfall. Ich sag Ihnen wieso ich Autofahren musste. Wir haben den Wagen vom Freund eines Freundes ausgeliehen um die Anlage für meine Geburtstagsparty abzuholen. Daraufhin wurde das Ding falschgeparkt und für 450 Franken abgeschleppt.

Der Falschparker war da aber bereits in die Ferien geflogen, der Freund hatte Stress da er am nächsten Tag ins Jura musste weil er dort 10 Tage «Schweigen und Meditieren» gebucht hatte und dem Freund des Freundes, dem das Auto gehört, wurde kürzlich der Fahrausweis entzogen. So ist das. Deshalb musste Lara Stoll am Montagabend um 22 Uhr den Karren abholen, weil sie die einzig übrige Person war, die einen Führerausweis besitzt, was im Grunde nicht mal stimmt, da ich ihn an besagtem Abend nicht gefunden habe (interessanterweise musste ich meine Papiere zu keinem Zeitpunkt vorweisen).

Also gut, ich fahre jedenfalls los, das Ding macht Geräusche wie ein heulendes Rennauto, ich verstehe wieso Drehzahl «Dreh»-zahl heisst, ich holpere im 1. Gang auf den Milchbuck hoch bis das Auto raucht und nichts mehr geht. In strömenden Regen rufe ich wieder den Abschleppdienst an – die Nummer hatte ich ja glücklicherweise schon – und ärgere mich, dass ich meine Filmkamera nicht dabei habe. Anscheinend hätte man gar nicht mehr mit dem Auto fahren dürfen sagt Patrick vom Abschleppdienst - mit dem ich mittlerweile fast schon so was wie eine Beziehung aufgebaut habe - ah ja, denke ich mir, und mit der Challenger hätte man damals auch nicht losfliegen sollen.

Naja, irgendwie geht das schon in Ordnung. Es ist ja jetzt schon seit längerem nichts Verrücktes mehr passiert. Die Sache mit der Rettungsaktion in Japan ist über ein halbes Jahr her (vielleicht erzähle ich das eines Tages ja mal noch) den Hüpfburg-Unfall und das Rosenkohl-Fiasko habe ich erfolgreich verdrängt und in den letzten fünf Jahren hat auch nichts mehr plötzlich zu brennen begonnen, fair enough!

(Der Landbote)

Erstellt: 19.05.2017, 14:59 Uhr

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