Kolumne

Eine Rochade der Gemütlichkeit

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Minusgrade in der Nacht, es bibbert der Buddha und schneit ihm in den Bauchnabel, derzeit gerade im Büelholz, hoch über der Stadt. Dort hat Stadtgrün die goldene Riesenstatue aus Styropor und Pappmaché zum Überwintern postiert. Wer die Besitzer sind, die Buddha im Stadtgarten ausgesetzt haben, weiss niemand. Was also anfangen mit dem schmunzelnden Klops?

Im Büelholz jedenfalls, findet der Stadtverbesserer, soll der Buddha nicht bleiben. Vielmehr sollte die Stadt in seinem Kommen einen Wink für die grosse Skulptur-Rochade sehen, getreu der Maxime, «kostet nichts, aber es geht was, in der Kulturstadt». Ein paar Ideen hat der Stadtverbesserer schon.

Was also anfangen mit dem schmunzelnden Klops? 

Buddha kommt auf den Merkurplatz. In einer solchen Gemütsruhe thront er über dem Imbiss-Treffpunkt, dass selbst Heisshungrige kauen, als wären sie schon im Nirvana. Das Stadtspielwerk muss also weichen, aber wohin?

Nur ein paar Meter. Dorthin, wo es vor bierflaschenwerfenden Teenagern geschützt ist, auf den Platz, wo das Denkmal Jonas Furrers steht, des ersten Bundespräsidenten.

Umbraust vom Berufsverkehr, hat ohnehin einen würdigeren und ruhgigeren Platz verdient: Im Eingangsportal des Superblocks, direkt vor Mario Salas «Sunscape». Furrers Blick, fest nach vorne gerichtet, während in Winterthur die Sonne untergeht! Ein schönes Bild.

Ebenfalls für einen Transfer eignen würde sich die fünf Meter lange Skulptur von Franz West vor dem Axa-Sitz an der General-Guisan-Strasse. Doch was verkörpert sie bloss? Eine rote Kartoffel? Ein Würstchen? Eine Pille? Ein Riesen-Blutkörperchen? Egal.

Stellt dem FCW dieses Etwas auf die Haupttribüne, als Impuls für die Rückrunde. Und, ach ja, Herr Künzle, wie ruht eigentlich der Holidi so, auf dem Friedhof Rosenberg?

(Der Landbote)

Erstellt: 13.12.2017, 15:52 Uhr

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