Kolumne

Kalte Dusche im Schwümbi

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Der Sommer ist da, und der Stadtverbesserer verbringt wieder mehr Zeit im Schwümbi als im Büro. Was läge da näher, als die Badi zu verbessern? Die zwei Hauptärgernisse im Freibad sind bekanntlich: Die Dusche am Becken ist eiskalt, und die Plättli auf dem Weg dorthin sind glühend heiss.

Mal ehrlich: Wofür ist diese Dusche gedacht? Als Mutprobe? Vielleicht kann die Lehrerin sie nutzen, um das Kind zu strafen, das sein Kaugummipapierli auf die Wiese warf? Oder der Neuling bei der Aufnahme in die Schlägergang, als Initiations­ritus? Jedenfalls gewiss nicht der Schwümbigast vor dem Baden.


Mal ehrlich: Wofür ist diese Dusche gedacht? Als Mutprobe?

Also, lieber künftiger Sportstadtrat Altwegg: Aufwärmen, bitte! Kann nicht so schwer sein, jeder Wasserspender hat ja eine Warm-kalt-Taste. Falls Sie glauben, dass eine weitere Heizung das Klima kollabieren lässt – der Stromverbrauch liesse sich gewiss kompensieren, indem man die Wasseraufbereitungs­anlage einen Gang zurückstellt. Was ­angesichts des tieferen Schweiss­gehalts ja gut vertretbar wäre.

Ungelöst ist auch das Bade­hosenproblem: Wie bezahlt man am Badikiosk, wenn die Hose mit dem Portemonnaie im Kästli hängt? Es würde einen auflad­baren Chip am Kästlischlüssel brauchen – kurz mit dem Po ­gewackelt, und der Betrag wäre abgebucht. Vielleicht ist die neue 20er-Note wasserfest? Selbst wenn: Man wäre mit der Rechnerei überfordert, die nötig ist, um eine Bestellung mit null Rückgeld zu tätigen. Denn eines kann man partout nicht gebrauchen: Münz in der Badehose.

Glace hin oder her: Das Badi­leben ist kein Schleck. Der Stadtverbesserer ­planscht nun wieder daheim: acht Franken gespart, freie Bahn für die Badeenteund die volle Kontrolle über die Duschbrause. (Der Landbote)

Erstellt: 01.06.2017, 08:42 Uhr

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