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Man sollte nur auf den Teller schauen

Wer vieles bringt, wird vielen etwas bringen, scheint die Absicht der Speisekarte des Restaurants Tomate in Effretikon zu sein. Gastronomisch sollte Vorsicht geboten sein, wenn jemand meint, alles zu können. So entscheiden wir uns neben Pizza, Pasta, Fisch, Burger und griechisch für Speisen aus der «Fleisch-Parade», die das Menu dominiert.

Vorab eine Eierschwämmli-Suppe (9.50) aus der saisonalen Karte, die es auch noch gibt. Die gehackten Pilze präsentieren sich in einer reichen Brühe, ein angenehm leichter Start. Der grüne Salat (7.50) ist reichlich und mit eigenem Dressing angemacht.

Gastronomisch sollte Vorsicht geboten sein, wenn jemand meint, alles zu können.

Spezialität ist das Fleisch vom heissen Stein, und das Rindsfilet (Fr. 39), das man selbst am Tisch auf den gewünschten Garheitsgrad bringt ist von feinster Qualität und mindestens 200 Gramm schwer. Dazu darf eine Beilage gewählt werden; das Grillgemüse passt gut.

Mexikanisch inspiriert werden die «Fajitas de Pollo» (28.50) serviert, anders kann man die drei begleitenden Saucen nicht nennen. Guacamole ist zwar dabei, aber der Rest würde besser zu Fondue Chinoise passen. Die gute Portion Pouletfleisch in der brutzelnden Pfanne lässt keinen Wunsch an Konsistenz und Geschmack offen. Weizentortillas werden dazu gereicht und der reichhaltige Beilagensalat schmeckt ausgezeichnet.

Guacamole ist zwar dabei, aber der Rest würde besser zu Fondue Chinoise passen.

Also alles wäre wunderbar, würde das anspruchslose Ambiente nicht so deutlich hinter der hohen Speisenqualität und dem aufmerksamen Service zurückstehen. Die «Tomate» liegt gleich gegenüber dem Bahnhof und positioniert sich als unkomplizierter Treff. Aber hallo, wir schreiben das Jahr 2017 und bei diesem angemessenen Preisniveau dürfte auch mal ein professioneller Facelift für das architektonisch ohnehin ungünstig geschittene Lokal drinliegen. Schade, denn nicht nur auf dem Teller isst das Auge mit.

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