Kolumne

Prognosen

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen, so lautet ein geflügeltes Wort. Diese Problematik lässt sich umgehen, wenn man auf die so genannten Binsenwahrheiten zurückgreift. Dies sind allgemein bekannte Wahrheiten, Gemeinsplätze und Trivialitäten, die bedeutungsvoll formuliert und mit grossem Ernst vorgetragen, als wichtige Erkenntnisse verbreitet werden.

Lesen Sie diese Kolumne und ersparen Sie sich damit viel Zeit bei der Prognose-Lektüre bis zum Beginn der WM im nächsten Juni.

Solche Binsenwahrheiten werden uns nun über ein halbes Jahr lang begleiten, seitdem die Auslosung der Gruppen für die Fussball-Weltmeisterschaft in Russland vorgenommen worden ist. Wie also stehen nun die Chancen der Schweizer auf eine Achtelfinalqualifikation, nachdem ihnen Brasilien (stark), Costa Rica (unberechenbar) und Serbien (unangenehm) in dieser Reihenfolge als Gegner zugewiesen wurden?

Lesen Sie hier alles, was dazu bereits gesagt wurde, was es zu sagen gibt, und was nun immer wieder gesagt werden wird, und ersparen Sie sich viel Zeit bei der Prognose-Lektüre bis zum Beginn der WM im nächsten Juni.

Die Erkenntnisse:

  • Die Gruppe ist schwierig, aber machbar.
  • An einem guten Tag hat die Schweiz gegen jeden Gegner eine Chance.
  • Auch die Grossen wie Brasilien oder Deutschland kochen nur mit Wasser.
  • Die Schweizer müssen ­keine Angst haben, aber ­Respekt.
  • Es gibt an einer WM­Endrunde keine leichten Gegner mehr.
  • Die Schweizer ­müssen in erster ­Linie auf sich selber schauen.
  • Es gilt am Tag X die Topleistung ­abzurufen.
  • Nicht lange ­spekulieren: Am besten nehmen die Schweizer einfach Spiel für Spiel.
  • Wenn sie die Gruppenphase überstehen, ist alles möglich!
  • Dazu muss jeder Spieler über sich selbst hinauswachsen.
  • Wichtig ist das ganze Team, auch die Spieler, die nicht zum Einsatz kommen.
  • Es gibt eben auch Spieler, die für die Stimmung in der Kabine wichtig sind.
  • Der ganze Staff ist wichtig, ­also auch die Physiotherapeuten, der Materialwart, der Koch, usw.
  • Wichtig ist, dass es im Team keine Grüppchenbildung gibt.
  • Das Team braucht Ruhe. Mehr als 20 Spielervermittler aufs Mal werden im Hotel nicht geduldet.
  • Wichtig ist nicht die Aufstellung, sondern die Einstellung
  • Bis zum nächsten Juni kann noch viel passieren!

Wie wahr! Hat diese Kolumne keine bessere Schlusspointe? Doch! All diese klugen Gedankengänge habe ich nämlich schon niedergeschrieben, bevor überhaupt bekannt war, gegen wen die Schweizer spielen werden.

(Der Landbote)

Erstellt: 08.12.2017, 12:42 Uhr

Bernard Thurnheer ist Sportreporter und wohnt in Seuzach. (Bild: jb)

Umfrage

Brasilien, Costa Rica und Serbien heissen die Gruppengegner der Schweizer Nationalmannschaft an der WM. Auf welchem Platz landet unsere Nati?

1! Wir schaffen die Überraschung, schlagen Brasilien und gehen damit Deutschland im Achtelfinal aus dem Weg.

 
16.8%

Auf Rang 2. Costa Rica und Serbien sollten zu packen sein, aber der fünffache Weltmeister ist eine Nummer zu gross.

 
38.9%

3 oder 4 - die WM verkommt für die Schweiz zur grossen Enttäuschung.

 
44.2%

113 Stimmen


Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.