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Singles in der Stadt

«Ich wünschte mir, ich wäre du», sagte letzthin Freundin Mara. Sie hängte am Lenker ihres Velos links und rechts je ein Papiersack voller Einkäufe. «Immer sturmfrei, keine gezwungenen Verwandtenbesuche, alleine in die Ferien – himmlisch!» Wir liefen nebeneinander die Stadthausstrasse entlang. Sie erzählte von ihrem Wunsch, frei und unabhängig zu sein, auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen zu müssen.

In der Tat kann das Singleleben überaus schön sein. Aus den USA stammt der Begriff «Quirkyalone» für Menschen, die zufrieden sind mit ihrem Status, die solo jedoch nicht einsam sind. Quirkyalones würden Ja sagen zu einer Beziehung, aber nicht um jeden Preis. Da stricken sie lieber einen Schal, wandern eine Runde oder streicheln die Katze, anstatt verzweifelt nach einem passenden Deckel Ausschau zu halten. Ein zufriedener Single, der nicht auf Sexualität verzichten mag, nennt sich Mingle. Der Mingle ist offiziell alleinstehend. Er oder sie hüpft regelmässig mit der gleichen Person ins Bett. Das Sexpaar ist dennoch kein Liebespaar im herkömmlichen Sinne.

Bei einer Grippe musst du selber schauen, wie du an Hühnersuppe kommst.

Kolumnistin Fatima Vidal

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