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Sternenberger Schlemmerei

Seit zehn Tagen ist der Gasthof Sunnebad in Sternenberg aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Nach sechs Jahren ohne Nutzung ist das ehemalige Kurhotel wiedereröffnet worden. Wer von Bauma her nach Sternenberg fährt, der sieht das Riegelhaus schon von weitem auf dem Hügel thronen.

Ein grüner Kachelofen steht neben dem Eingang des Restaurants, an der Decke sind alte Holzbalken zu sehen. Das Restaurant auf 860 Metern über Meer versprüht charmante Gemütlichkeit. Etwas schade ist einzig, dass man vom Restaurant aus den Sonnenuntergang nicht ­sehen kann. Draussen steht ein Pavillon, der bei wärmeren Temperaturen bedient werden soll.

Noch klappt nicht alles. Die Reservation via Website kam nicht an, doch es hat genügend Platz. Die Karte ist angenehm klein, drei Vor- und vier Hauptspeisen werden angeboten. Wir entscheiden uns für die Broccolicremesuppe (8.50 Franken) und ein kleines Tatar mit Toast in der «frechen», sprich mittelscharfen Variante (19.50 Fr.). Der stets ­aufmerksame Kellner bringt vor dem Servieren eine Gabel davon, um die Schärfe abzuschmecken. Es schmeckt frisch und ist schön ausbalanciert, ebenso die Suppe.

Der vegetarische Hauptgang meiner Begleitung fällt leider etwas ab. Die «heimische Spinatwähe mit Salatbouquet» (21 Fr.) wirkt ein wenig trocken. Das Schweinssteak mit Kartoffelgaletten und Gemüse (28 Fr.) ist hingegen ein zartsaftiger Traum. Die Galetten, quasi gebratener Kartoffelstock, zerschmelzen auf der Zunge.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Dessert. Das Aprikosensorbet mit weissem Honig-Balsamico und gebrannten Mandeln (7.50 Fr.) schmeckt ebenso hinreissend wie die Gin-Rahm-Glace und Zitronensorbet auf einem Holunder-Beeren-Kompott (10.50 Fr.). Als wir bezahlen wollen, um das letzte Postauto nach Bauma rechtzeitig zu erwischen, sagt der Kellner: «Falls ihr den Bus nicht mehr erreicht, fahre ich euch sonst rasch an den Bahnhof.»

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