Kolumne

Uelis Mutter hatte recht

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

ZElgg usse isch eh Zueversicht», hat Bundesrat Ueli Maurer am Nationalfeiertag in Elgg gesagt. Wie dieser Satz zu seiner Familie in Zürcher Oberland gekommen sei, wisse er zwar nicht. Doch seine Mutter habe ihm das jeweils so gesagt. So bleibt es wieder einmal an uns hängen, liebe Leserinnen und Leser, Ihnen auszudeutschen, was ein Politiker unbedacht in die Welt gesetzt hat.

Dabei ist es einfach. Dass die Zuversicht in Elgg förmlich auf der Hand liegt, hätten Ueli Maurers Redenschreiber auch selbst merken können. Sie hätten dafür nur den «Landboten» konsultieren müssen. Denn hier steht vieles über den Elgger Optimismus schwarz auf weiss in grossen Lettern geschrieben.

«Z Elgg usse isch eh Zueversicht»

Nur noch ein kurzer Einschub, bevor wir zur Sache kommen: Das Wort Zuversicht ist ja nicht nur positiv. Es birgt auch eine Art unkritischen Zukunftsglaubens in sich. Nicht alles, was die Zukunft bringt, ist automatisch gut. Denken wir nur an die Klimaerwärmung, die den Leuten in diesen Tagen gnadenlos den Schweiss aus den Poren treibt.

Aber Zuversicht lässt sich auch mit Fortschrittsglaube übersetzen. Und den besitzen die Elgger und Elggerinnen zweifellos. Wie sonst konnte es ihnen gelingen, die kleine Nachbargemeinde einzusacken und dabei erst noch die Herzen von deren Einwohnerinnen und Einwohnern zu gewinnen. Die Hofstetter liefen Elgg mit überwältigendem Mehr in die Arme. Und ohne Optimismus wäre es den beiden Gemeinden auch nie und nimmer gelungen, dem Kanton für die bevorstehende Fusion mehr Geld abzuluchsen, als dieser geben wollte.

Die grosse Daseinsfreude des Landstädtchens wurde uns letzthin jedoch auch anschaulich vor Augen geführt. Auf der längsten Kügelibahn der Welt rollte ein Kügelchen munter herunter und brachte die Lebenslustigen ins «Guinnessbuch der Rekorde». Darum: Woher auch immer der Spruch von Uelis Mutter über die Elgger Zuversicht stammt. Er ist wahr.

(Der Landbote)

Erstellt: 04.08.2017, 10:08 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare