Kolumne

Waschbär rockt die Region

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Irgendwo in Wiesendangen lebt ein Tierchen namens Waschbär. Kürzlich hat es sich durch eine Katzenklappein ein Haus geschlichen und dort die Einwohner aufgescheucht. Rasch verbreitete sich die Kunde im Quartier und weit darüber hin­aus – bis zur Jagdgesellschaft drang die Nachricht. Diese liess verlauten, das Tier würde sofort erlegt, käme es einem Jäger vors Gewehr. Denn bei Waschbären handle es sich um eine zugewanderte Spezies. In der Schweiz sollen sich die Störenfriede nicht ausbreiten und damit einheimische Arten gefährden. Zum Glück sind Waschbären schlau und wissen ganz genau, wie man Menschen für sich ­gewinnt. Das beweisen diverse Youtube-Videos eindrücklich. Da sieht man einen Waschbären auf einem kleinen Velo pedalen, ein anderer greift nach Katzenfutter und trippelt damit ­unbehelligt davon.

Die schärfste Waffe eines Waschbären sind seine Augen. Sie haben auf Menschen die gleiche Wirkung wie eine Horde Hundewelpen.


Die schärfste Waffe eines Waschbären, das ist klar, sind nicht seine Zähne, sondern seine Augen. Mit ihrer schwarzen ­Umrahmung entfalten sie auf Menschen die gleiche Wirkung wie eine Horde Hundewelpen.

Und wer kann da schon widerstehen? Sicher niemand in ­Wiesendangen, der Gemeinde mit einem Tier im Namen: dem Wisent. Es gibt damit sogar eine schöne Verbindung des Ganzen. Wie der Waschbär hat auch der Wisent Verwandte in Nordamerika. Für Wiesendangen eröffnet das werbetechnisch völlig neue Dimensionen. Die Gemeinde könnte sich als Eldorado für nordamerikanische Natur­romantiker präsentieren. Die Musik zum Werbevideo müsste nicht einmal neu erfunden ­werden. Von den Beatles gibt es den perfekten Soundtrack dazu: «Rocky Raccoon» lautet der ­Titel des Lieds, was übersetzt Rocky Waschbär heisst.

Das Ende des Lieds ist jedenfalls nicht allzu abwegig. Der Junge namens Rocky Raccoon, der irgendwo in den Bergen von Dakota lebte, war ein Draufgänger. Als er mit einem Revolver bewaffnet auf seinen Widersacher trifft, wird er von diesem kurzerhand erschossen. (Der Landbote)

Erstellt: 15.12.2016, 17:59 Uhr

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