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Wenn schon grün, dann richtig

Die Natur ist auf dem Vormarsch, Renaturierung ist in. Dort, wo der Mensch einst Landschaften zähmte, lässt er Tier, Pflanze und Naturgewalten wieder gewähren: an der Thur beispielsweise. Einst begradigt, darf sie sich nun nach und nach wieder ihr eigenes Bett suchen. Auch in Städten erhält die Natur mehr Raum. In Winterthur gedeihen auf Verkehrsinseln wilde Blumen und Gräser statt kurz geschorenem englischem Rasen. «Förderung der Biosphäre» nennt sich das hehre Ziel.

Auf dem Land ist die Natur per se eher vorhanden. Städter strömen zur Erholung an die idyllischsten Plätze. Dorthin, wo das Grün eben noch unberührt ist. Dieses soll sich dann aber bitte so verhalten, dass es weder stört noch zu unangenehm wird, das eigene Wohlbefinden möglichst nicht tangiert. Nach dem Motto: Natur ja, aber nicht zu sehr.

Der Brauiweiher etwa wird als alternativer Badeplatz der schönen Landschaft wegen angepriesen. Die Wasserqualität sei gut, das Seelein unter der Woche nur spärlich frequentiert. Doch Erholungsuchende stören sich jetzt immer mehr daran, dass sich die Wasserpflanze, die dort natürlich gedeiht, beim Baden um die nackten Waden schlingt.

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