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Wild auf Wild

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Mindestens einmal pro Herbst muss es einfach sein: ein richtiges Wildessen mit allem, was dazugehört. Und weshalb nicht dort speisen, wo es Wild lebendig zu bestaunen gibt: im Bruderhaus. Auf den Tellern landet jedoch nicht, was sich in den Gehegen tummelt. Das Fleisch stammt von den Metzgereien Würmliin Elgg sowie Bell in Basel.

Die Wildkarte umfasst eineganze Seite. Wir starten mitdem Jägersalat mit gebratenen Hirschstreifen, Trauben, Croutons und Kernen an Balsamicodressing (16.50 Franken) sowie der Rehterrine mit Preiselbeerschaum (14.50 Franken). Was wir erhalten, ist solide. Die Hirschstreifen sind genau richtig gebraten, die warmen Trauben passen gut.

Doch der Schnittsalat aus dem Beutel wirkt halt doch etwas lieblos. Und was als Preiselbeerschaum angepriesen wird, ist eher eine kompakte Masse.

Die Zutaten sind in Ordnung, aber so richtig zu begeistern vermögen sie nicht. 

Zum Hauptgang gibt es Wild­pfeffer (30.50 Franken) sowie Rehschnitzel an Wildrahmsauce (39.50 Franken). Der Pfeffer ist angereichert mit Brotcroutons, Silberzwiebeln, Speck und Pilzen. Dazu gibt es Rotkraut mit glasierten Marroni und Butterspätzli. Auch die Rehschnitzel werden mit den gleichen Beilagen gereicht. Die Schnitzel sind zart und noch leicht rosa. Die Zutaten sind in Ordnung, aber so richtig zu begeistern vermögen sie nicht.

Die Begleitung findet, das Rotkraut haben einen zu starken Essiggeschmack, die Marroni schmecken nach Orangen, was etwas gewöhnungs­bedürftig ist. Sicher muss man keine Angst haben, noch Hunger zu haben. Die Portionen sind reichhaltig.

Trotzdem gönnen wir uns noch einen Nachtisch. Die Vermi­cel­lesportion (10.50 Franken) macht uns aber nicht ganz glücklich. Sie besteht vor allem aus viel Rahm. Kulinarische Höhenflüge kann man im Bruderhaus nicht unbedingt erwarten, einen gemütlichen Abend mit solider Küche und freundlicher Bedienung jedoch allemal. (Der Landbote)

Erstellt: 24.09.2017, 19:37 Uhr

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