Stadtverbesserer

Winterthur ist nicht ganz dicht

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GLP-Kantonsrat Michael Zeugin (der übrigens heute 40 wird, Gratulation!) wünscht sich einen Badesee für Winterthur, und zwar auf der heutigen Gleisharfe imVogelsang. Diesem Wunsch schliesst sich der Stadtverbesserer gerne an. Zeugins Begründung, die Stadt sei «ungeheuer dicht», scheint allerdings ein wenig übertrieben. Im Gegenteil: Aus der Distanz betrachtet, muss man sagen: Winterthur ist nicht ganz dicht.

Es gibt keinen Ort in der Stadt, von dem aus man nicht in fünf Minuten Fussmarsch in einem Park oder am Waldrand wäre. Selbst neue Überbauungen sind, vielleicht mit Ausnahme der geplanten Lokstadt, reichlich grün. Das Winterthurer Stadtbild ist geprägt von dem, was Architekten offene Bauweise nennen: Die Häuser bilden keine zusammenhängenden Blöcke, sondern sind freistehend, mit Gärten dazwischen. Jedes Haus einer Strasse steht mit maximalem Abstand zum nächsten, wie Männer im Pissoir.

Das ist, nebenbei gesagt, auch der Grund, warum Winterthur als Velostadt gilt. Nicht weil die Regierung eine besonders velo­freundliche Politik machen würde, sondern weil die Wohngebiete derart weitläufig bebaut sind, dass man viel zu viel Zeit verliert, wenn man erst zur nächsten Busstation laufen muss.

Manchmal sieht man in Winterthur halt sprichwörtlich vor lauter Bäumen den Wald nicht: Als ein Kollege neulich mit einem kanadischen Besucher durch den Lindbergwald spazierte, wähnte sich dieser angesichts der breiten, gepflegten Fusswege gar nicht im Wald, sondern in einem bäumigen Park. (Landbote)

Erstellt: 21.09.2017, 08:58 Uhr

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