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Märchen bereiten aufs Leben vor

In den 1970er-Jahren fand man Märchen zu grausam, um sie Kindern zuzumuten. Heute erzählt man sie wieder. Die Märchenerzählerin Brigit Oplatka setzt die Geschichten sogar therapeutisch ein.

Märchen sollte man frei und mit Blickkontakt zum Kind erzählen. Brigit Oplatka ist Profi darin: Sie ist ausgebildete Märchenerzählerin.
Märchen sollte man frei und mit Blickkontakt zum Kind erzählen. Brigit Oplatka ist Profi darin: Sie ist ausgebildete Märchenerzählerin.
Melanie Duchene

Die Hexe will Hänsel essen, dem schlafenden Wolf wird der Bauch aufgeschlitzt – klassische Märchen sind ganz schön brutal. Kann man diese Grausamkeiten einem zarten Kind zumuten?Brigit Oplatka:* Märchen sind ehrlich, sie zeigen, dass das Leben auch Schattenseiten hat. Ein Kind profitiert in seiner Entwicklung, wenn man sich nicht scheut, dies offen zu benennen. Das Kind ist besser auf das Leben vorbereitet, wenn es weiss, dass es Übergangssituationen gibt, die mit Ängsten verbunden sind, dass es Neider gibt oder den Tod.

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