Zum Hauptinhalt springen

20 Jahre Haft für Mord an Primarschullehrerin

In Stabio TI schlug ein 43-Jähriger 2016 seine Schwägerin nieder. Danach erwürgte er die verletzte Frau. Jetzt wurde er verurteilt.

In Stabio TI tötete ein Mann seine Schwägerin. Er habe aus niederen Beweggründen gehandelt, sagte die Staatsanwaltschaft.
In Stabio TI tötete ein Mann seine Schwägerin. Er habe aus niederen Beweggründen gehandelt, sagte die Staatsanwaltschaft.
Google

In Lugano ist ein Mann zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der 43-Jährige wurde für schuldig befunden, seine Schwägerin im Oktober 2016 in Stabio TI getötet zu haben.

Das Geschworenengericht Mendrisio, das in Lugano tagte, gab sein Urteil am Freitag nach mehreren Stunden Beratung bekannt. Der Angeklagte, ein ehemaliger Mitarbeiter der Tessiner Fachhochschule SUPSI, nahm das Urteil regungslos entgegen. Auch während des Prozesses blieb er meist ungerührt.

Der Angeklagte habe aus niederen Beweggründen gehandelt, hatte die Staatsanwaltschaft vor dem Gericht zu dem Tötungsdelikt gesagt und eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung hatte auf eine Haft von 15 bis 17 Jahren plädiert.

Der beschuldigte Mann hatte bereits im November 2016 ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er sagte vor Gericht, die jüngere Schwester seiner Frau habe ihn im Streit um ein gemeinsames Erbe beschimpft und unter Druck gesetzt. Es ging um ein Familienhaus. Er habe sie mit einer leeren Flasche in den Nacken geschlagen. «Ich habe sie zum Schweigen bringen wollen».

Erwürgt statt gerettet

Statt die stark blutende 35-jährige Primarschullehrerin zu retten, erwürgte er sie anschliessend mit einem Schal. Dies sei ein Akt unerhörter Perversion, welcher einen langsamen und schrecklichen Tod verursache, sagte Richter Amos Pagnamenta bei der Verkündung des Urteils.

Anschliessend hat der Mann die Spuren seines Verbrechens verwischt, die Tote in Plastik gewickelt und sie in den Kofferraum seines Autos verladen. Er fuhr nach Italien, wo er die Tote nach eigenen Aussagen in einer Mülltonne am Rande eines Waldes deponierte.

Danach habe er seine Frau und seine Schwiegermutter in einem Restaurant in der Gegend getroffen und mittels einer Nachricht vom Handy der Toten fingiert, dass sie nicht zu dem Treffen kommen könne. Eine Reiterin fand die Tote nach zwei Tagen. 48 Stunden später wurde der Beschuldigte festgenommen und gestand seine Taten einige Tage später.

Der Mann hatte zuvor nebst besonderen sexuellen Neigungen unter anderem auch bekannt, dass er der SUPSI gut 300'000 Franken unterschlagen habe.

SDA/oli

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch