Die östlichen Alpen versinken im Schnee

Zwischen Graubünden und Uri ist der Zugverkehr eingestellt. Im Flachland sind heftige Schauer und selbst Gewitter möglich.

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Die Matterhorn Gotthard Bahn hat am Mittwoch den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Dieni im Bündner Oberland und Andermatt im Kanton Uri eingestellt. Der Grund ist der starke Schneefall.

Das bedeutet, dass Reisende des Glacier Express von Graubünden nach Brig/Zermatt oder umgekehrt einen Umweg über Zürich und Bern in Kauf nehmen müssen. Nach Angaben des Bahnunternehmens bleibt der Streckenabschnitt den ganzen Mittwoch geschlossen. Ein Ersatzbetrieb konnte nicht angeboten werden.

Die östlichen Alpen versinken im Schnee, schreibt auch Meteonews auf Facebook. Ein Video aus Arosa zeigt starken Schneefall.

Die wichtigsten Strassenverbindungen in Graubünden waren am Mittwochmorgen alle schneebedeckt. Am Wolfgangpass nach Davos sowie zwischen Reichenau und Flims waren für Fahrzeuge Schneeketten Pflicht. Auf der San Bernardino-Route der A13 zwischen Thusis und Roveredo wurde ein Fahrverbot für Lastwagen mit Anhängern erlassen.

Bildstrecke: Schnee in Europa

Der viele Neuschnee verdanken die Bergregionen kalten und feuchten Luftmassen, die sich in den Voralpen stauen. 50 Zentimeter sind es laut Meteocentrale auf dem Säntis, 15 Zentimeter in Adelboden.

Kurze, kräftige Schneeschauer im Flachland

Im Flachland gibt es dagegen weniger Schnee. Allerdings können lokal heftige Schneeschauer auftreten. «Ein solcher Schauer kann fünf bis zehn Minuten dauern, dabei aber sehr kräftig werden», wie Klaus Marquart von Meteonews erklärt. Dabei seien auch Gewitter möglich.

Auf den Strassen könne das innerhalb von kurzer Zeit zu Schneematsch führen. Velo- und Autofahrer müssen mit rutschigen Strassen und eingeschränkter Sicht rechnen.

Video: 1,20 Meter in Arosa

Im Flachland hätte ich mehr Schnee erwartet, sagt Meteorologe Peter Wick. Video: Meteonews

Das Wetter ist im Mittelland laut Marquart sehr wechselhaft. So gleiche die Radarkarte einem Flickenteppich: «Es kann gut sein, dass es in Oerlikon schneit und sich gleichzeitig in Aarau die Sonne zeigt», so der Meteorologe.

Die Temperaturen liegen während einem Schneeschauer zwischen null und einem Grad. Auch dazwischen steigen sie heute nicht kaum über zwei Grad.

Salzstreuwagen gerät von der Strasse ab

Im Kanton Aargau ist ein Salzstreu-Lastwagen von der Strasse abgekommen und umgekippt. Nach einem Vorfall in Hägglingen am letzten Samstag geriet am Mittwoch auf der Benken-Passstrasse oberhalb von Küttigen ein solches Fahrzeug neben die Fahrbahn.

Verletzt wurde beim Unfall niemand. Die Strasse über den Jura-Übergang musste für die Bergung allerdings vollständig gesperrt werden.

Bereits am letzten Samstag war in Hägglingen AG ein Salzstreuwagen auf schneebedeckter Fahrbahn ins Rutschen geraten. Er kollidierte in der Folge mit einem Weidezaun, einem Strassenkandelaber und einer Steinmauer. Der Lenker und sein Mitfahrer konnten sich mit leichten Verletzungen aus dem Unfallfahrzeug befreien.

Dachlawinen beschädigen Autos

In der Stadt Sankt Gallen sind innerhalb der letzten 24 Stunden vier Autos durch Dachlawinen beschädigt worden.

Wird es tagsüber etwas wärmer, können sich die Schneemassen lösen, die sich in den vergangenen Tagen auf den Dächern angesammelt haben, schreibt die Stadtpolizei St. Gallen. Sie empfiehlt deshalb, in der Nähe von Häusern vorsichtig zu sein. Zudem sollten Hausbesitzer die Dächer überprüfen und allenfalls gefährliche Stellen absperren.

(red/sda)

Erstellt: 09.01.2019, 11:08 Uhr

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