Greta Thunberg übersteht erste Nacht auf See

65 Seemeilen Richtung Westen hat die Klimaaktivistin Greta Thunberg bereits bewältigt.

Ist zwei Wochen auf dem Atlantik unterwegs: Greta Thunberg auf der Hochseejacht Malizia. (14. August 2019)

Ist zwei Wochen auf dem Atlantik unterwegs: Greta Thunberg auf der Hochseejacht Malizia. (14. August 2019) Bild: Keystone

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Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat ihre erste Nacht auf dem Atlantik überstanden. Die Hochseejacht Malizia hatte es bis zum frühen Donnerstagmorgen rund 65 Seemeilen weit Richtung Westen geschafft.

Dies zeigte die Live-Ortung des Spezialbootes. Innerhalb von etwa zwei Wochen soll die Rennjacht New York erreichen.

Thunberg war am Mittwoch mit der Malizia zu ihrem angekündigten Transatlantik-Törn aufgebrochen. Gemeinsam mit den beiden Profiseglern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi sowie ihrem Vater Svante und einem Filmemacher war die 16-Jährige am Nachmittag im südenglischen Plymouth in See gestochen. «Wir sind auf unserem Weg», schrieb sie unmittelbar nach der Abfahrt auf Twitter. Dazu postete sie ein Foto von sich an Bord, auf dem sie lächelt. Hinter ihr waren allerdings einige dunkle Wolken zu sehen.

Über den Atlantik reist die Aktivistin, um unter anderem am Uno-Klimagipfel in New York im September sowie an der alljährlichen Weltklimakonferenz in Chile im Dezember teilzunehmen. Auch eine Reihe grösserer Klimaproteste sowie Treffen mit Betroffenen der Klimakrise, Aktivisten und Entscheidungsträgern stehen für die Schwedin in den kommenden Wochen und Monaten an.

Lange Reise

Thunberg geht es darum, den weltweiten Ausstoss von Treibhausgasen rapide zu senken, damit der Anstieg der globalen Erdtemperatur im Idealfall noch auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann. Bis heute hat sich die Temperatur bereits um knapp 1 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhöht. Die Welt müsse auf die Erkenntnisse der Forschung hören und im Kampf gegen die Klimakrise handeln, fordert Thunberg.

«Das Fenster, um den globalen Temperaturanstieg unterhalb von 1,5 oder 2 Grad Celsius zu halten, schliesst sich sehr schnell. Deshalb unternehme ich diese Reise», wurde Thunberg nach der Abreise in einer Mitteilung zitiert.

Segelprofi Herrmann erklärte demnach: «Die Reise symbolisiert zwei Dinge: Dass es nicht einfach ist, fossile Brennstoffe zu ersetzen und dass das Meistern dieser Herausforderung ein grossartiges Abenteuer sein kann.» Seinen Angaben zufolge wird die Reise rund 3500 Seemeilen lang sein – bis nach New York ist es also noch ein sehr weiter Weg. (chk/sda)

Erstellt: 15.08.2019, 05:42 Uhr

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