Zum Hauptinhalt springen

Meteo Schweiz warnt vor der Gluthitze

Die Schweiz kommt in dieser Woche ins Schwitzen: Die Wetterstation des Bundes macht auf die Gefahren der Hitze aufmerksam.

Hitzewelle: Temperaturen von rund 30 Grad haben die Schweizerinnen und Schweizer in Scharen ans und ins Wasser getrieben. (Video: Tamedia/SDA)

Meteo Schweiz hat am Dienstag eine Hitzewarnung herausgegeben. Die erhebliche Gefahr durch die erwartete markante Hitzewelle gilt ab Mittwoch und bis zum Samstag, wie die Wetterstation des Bundes bekannt gab.

Betroffen von der Hitzewarnung der Gefahrenstufe 3 – der mittleren von insgesamt fünf Stufen – ist das ganze Mittelland vom Genfersee bis zum Bodensee sowie das Tessin in Lagen unter 600 Meter und Teile des Kantons Wallis. Laut einer Meteorologin von Meteo Schweiz sind am Donnerstag, dem voraussichtlich heissesten Tag, bis 35 Grad möglich.

Abkühltipps vom ETH-Professor: Hansjürg Leibundgut zeigt, was gegen die Hitze zu tun ist. (Video: Lea Koch und Lea Blum, 2015)

Schatten und viel trinken angesagt

Als mögliche Auswirkungen können Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein auftreten. Typische hitzebedingte Beschwerden können sich etwa in Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung Übelkeit, Erbrechen und anderem äussern. Wie gut jemand die Hitze verkraftet, hängt aber auch vom momentanen körperlichen Befinden ab.

Empfohlen wird, während der Zeit der stärksten Sonneneinstrahlung von 11 bis 15 Uhr sowie in den heissesten Stunden zwischen 15 und 18 Uhr wenn möglich im Schatten zu bleiben und körperliche Anstrengungen zu vermeiden – oder bei Anstrengungen genügend alkoholfreie Getränke zu sich zu nehmen. Aktivitäten im Freien sollten auf die Morgen- und Abendstunden beschränkt werden.

Generell benötigt der Körper mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag. Gleichzeitig sollte der Salz- und Wasserverlust ausgeglichen werden. Dazu eigneten sich natriumhaltiges Mineralwasser, Säfte, Suppen oder wasserreiche Früchte wie Melonen, Gurken, Tomaten, Erdbeeren und Pfirsiche. Während der Nacht sollte die Abkühlung genutzt werden, indem Gebäude intensiv gelüftet werden.

Hitzewelle im Juni eher die Ausnahme

Die Hitzewelle ist rechtzeitig zum astronomischen Sommeranfang vom 21. Juni eingetroffen. Die Sommersonnenwende findet am Mittwochmorgen um 6.24 Uhr statt. Allerdings ist eine solche Hitzeperiode, wie sie jetzt die Schweiz trifft, eher untypisch und wird meist erst im Juli oder August registriert. Normalerweise ist der Monat Juni der Monat mit den meisten Regentagen, und in den Monat fällt erst noch die sogenannte Schafskälte.

Ob die Juni-Hitzerekorde fallen, ist derzeit noch offen. Im Juni des Hitzesommers 2003 wurde es beispielsweise in Zürich-Kloten 36 Grad heiss. 1947 wurden im Juni in Basel-Binningen auch schon einmal 36,9 Grad gemessen und in Genf waren es 1950 ebenfalls 36 Grad. Den absoluten Juni-Hitzerekord hält Grono GR mit 37,3 Grad. Dieser Wert wurde am 21. Juni 2003 gemessen, also genau vor 14 Jahren.

Vom absoluten Hitzerekord ist die Schweiz aber noch weit entfernt: Ebenfalls in Grono wurden am 11. August 2003 41,5 Grad gemessen, die bisher höchste Temperatur, die je in der Schweiz registriert wurde.

Nur zwei Stunden vollständige Dunkelheit

Mit Beginn des astronomischen Sommers erlebt die Schweiz auch den längsten Tag. Dieser dauert in Zürich 15 Stunden und 58 Minuten. Umso kürzer sind die Nächte: Vollständig dunkel ist es beispielsweise in Zürich derzeit nur knapp zwei Stunden, wie SRF Meteo mitteilte. Im Süden der Schweiz, in Chiasso, dauert die nächtliche Dunkelheit dagegen fast eine Stunde länger.

Bei der Dämmerung wird unterschieden zwischen bürgerlicher, nautischer und astronomischer Dämmerung. Die bürgerliche Dämmerung dauert, bis sich die Sonne sechs Grad unter dem Horizont befindet, die nautische Dämmerung bis die Sonne zwölf Grad unter dem Horizont liegt. Damit es gemäss der astronomischen Dämmerung ganz dunkel wird, muss die Sonne sogar mindestens 18 Grad unter dem Horizont stehen. Das ist erst mehr als drei Stunden nach Sonnenuntergang der Fall.

SDA/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch